Der bei einem schweren Zugunglück am 1. August in der Slowakei lebensgefährlich verletzte Wiener Arpit S. (26) kam am Donnerstag ins Wiener AKH. Wie berichtet, war der 26-Jährige bei einer Lieferfahrt in der Slowakei mit seinem Kleinbus auf einem ungeschützten Bahnübergang verunglückt – das Auto wurde völlig zerfetzt.
Arpit überlebte, erlitt durch den heftigen Zusammenstoß zahlreiche Knochenbrüche und schwere innere Verletzungen. Ärzte mussten ihm die Milz entnehmen, konnten ihm aber das Leben retten. Dennoch fühlte sich die Familie von der Versicherung völlig im Stich gelassen.
"Niemand war für uns erreichbar", hieß es. "Keiner wollte verantwortlich sein, was die Kostenübernahme angeht", so seine Schwester zu "Heute". Weil eine rasche Lösung ausblieb, organisierten die Angehörigen den Ambulanztransport schließlich selbst – und bezahlten das Grüne Kreuz aus eigener Tasche. Kostenpunkt: 2.800 Euro. Gemeinsam mit vorgestreckten Spitalskosten in der Slowakei mussten sie Tausende Euro bezahlen. Ob die Versicherung das übernimmt – unklar.
Fix ist hingegen: Mit der Rückkehr ist Arpits Leidensweg weiterhin nicht vorbei. Weitere Behandlungen und eine Genesungsphase stehen ihm bevor. Für seine Familie zählt vorerst aber vor allem eines: Dass der 26-Jährige wieder sicher in Österreich ist. Die Angehörigen hoffen nun auch auf eine Klärung der offenen Kosten. Zudem denken sie über eine Spendenaktion nach, um die finanzielle Belastung nach dem schweren Unfall abzufedern.
Die SVS hatte gegenüber "Heute" erklärt, aus Datenschutzgründen keine Auskünfte zum konkreten Fall geben zu können. Man sei aber über die Angelegenheit informiert und werde sich "selbstverständlich im Rahmen unseres Zuständigkeitsbereiches" darum kümmern.