Nachbar drohte: "Werde euch aufschlitzen und aufessen!"

Ein Tiroler bedrohte seine Nachbarn mit einem Küchenmesser.
Ein Tiroler bedrohte seine Nachbarn mit einem Küchenmesser.Getty Images/iStockphoto (Symbolbild)
Ein Tiroler (22) bedrohte seine Nachbarn mit dem Umbringen. Am Mittwoch stand er wegen Mordversuchs vor Gericht.

Riesenglück hatten wohl eine Frau und ihre Kinder aus dem Tiroler Oberland: Zweimal wurden sie von ihrem Nachbarn (22) belästigt, beim dritten Mal war der Ehemann zu Hause und schlug geistesgegenwärtig die Türe zu. Das rettete der Familie wohl das Leben. Denn der 22-Jährige wollte seine Nachbarn offenbar mit einem Messer töten.

Die Frau war am 30. November 2021 mit ihren Kindern gerade beim Keksebacken. Der Familienhund bellte, die Tirolerin wollte kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Als sie die Eingangstüre öffnete, stand der Nachbar davor und bat um Hilfe bei der Wohnungsrenovierung. Die Frau vertröstete ihren Nachbarn, berichtet "tt.com".

"Ich werde euch aufschlitzen, abstechen und aufessen!" - Drohung des Angeklagten

Doch der 22-Jährige gab nicht auf. Später stand er erneut vor der Türe seiner Nachbarn und wollte bei der Familie übernachten. Doch diesmal reagierte die Frau weniger verständnisvoll und drängte ihn aus ihrer Wohnung auf den Gang. Beim dritten Mal schließlich eskalierte die Situation: Als der Ehemann die Türe öffnete, stand der 22-Jährige mit einem Messer mit einer 15 Zentimeter langen Klinge vor ihm.

Geistesgegenwärtig knallte der Mann die Türe zu und verhinderte so wohl Schlimmeres. Denn der 22-Jährige hatte zuvor laut geschrien: "Ich werde euch aufschlitzen, abstechen und aufessen!" Auch auf den kleinen, bellenden Hund der Familie dürfte es der Tiroler abgesehen haben. Auch den zu Hilfe gerufenen Polizeibeamten drohte der Mann, sie zu verletzen und ebenfalls zu verspeisen.

Tiroler leidet an paranoider Schizophrenie

Am Mittwoch musste sich der Tiroler nun wegen Mordversuchs vor dem Landesgericht in Innsbruck verantworten. Der Angeklagte wird schon seit Jahren aufgrund psychischer Auffälligkeiten behandelt, die Gerichtspsychiaterin stellte eine ausgeprägte paranoide Schizophrenie fest. Zuletzt dürfte der junge Mann ohne Familienanschluss auch Suchtgift genommen und die ihm verschriebenen Medikamente abgesetzt haben. Der 22-Jährige wurde daher zum Tatzeitpunkt als nicht zurechnungsfähig eingestuft. Die Geschworenen sprachen den Mann einstimmig wegen Mordversuchs schuldig, er wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

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