In der Nacht auf Samstag fuhr ein polizeibekannter Islamist in eine Menschenmenge am Rande der CSD-Veranstaltung in Berlin. Die Polizei war nach dem Vorfall weiterhin an der Wohnadresse des Verdächtigen Abdul B. im Einsatz und sperrte die Straße ab.
Wie ein "Focus Online"-Reporter vor Ort schildert, sichert die Polizei weiterhin Spuren. Das Wohnhaus sei für Unbefugte gesperrt. Nachbarn und Anwohner, die ihn seit Jahren kennen, zeigen sich überrascht. Sie berichten, dass er stets freundlich war und nie auffällig wurde – "eigentlich ein netter Junge". Viele können sich nicht vorstellen, dass er zu einer solchen Tat fähig wäre und sind aus allen Wolken gefallen.
Eine Person, die ihn schon sein Leben lang kannte, sprach aber auch davon, dass er im Kopf "immer der fünfjährige Abdul geblieben" sei. Der Anblick seines Fotos habe ihn zutiefst schockiert. Der Tatverdächtige soll mit seiner Mutter und drei Schwestern dort gewohnt haben.
Die Umgebung rund um Abdul B.s Wohnhaus wird von Anrainern als ungewöhnlich beschrieben. Direkt nebenan befindet sich eine Spielhalle und der Innenhof mit Mülltonnen und Parkplätzen ist oft Schauplatz von Feiern und lauten Partys. Viele Bewohner fühlen sich durch die regelmäßigen Feste gestört.