Gar nicht amüsiert zeigte sich "Team Stronach"-Obfrau Kathrin Nachbaur am Montag in der "ZiB2". Von Weihnachtsfriede keine Spur: Erst zeigte sie sich empört über einen ORF-Beitrag, dann stellte sie der eigenen Partei mit einem "Nicht genügend" in Sachen Personal.
Gar nicht amüsiert zeigte sich "Team Stronach"-Obfrau Kathrin Nachbaur am Montag in der "ZiB2". Von Weihnachtsfriede keine Spur: Erst zeigte sie sich empört über einen ORF-Beitrag, dann stellte sie der eigenen Partei mit einem "Nicht genügend" in Sachen Personal.
"Gerade jetzt in der besinnlichen und friedlichen Vorweihnachtszeit ist es menschlich nicht in Ordnung, Frank Stronach als Lachnummer zu bezeichnen", merkte Nachbaur gleich eingangs an. Befragt nach Schulnoten, gab sie ihrer Partei in Sachen Personal zwar ein "Nicht genügend", aber "einen Einser" für politische Inhalte, Motivation und "Ehrlichkeit". Sie gebe offen zu, dass man kein Fettnäpfchen ausgelassen habe.
Stronach selbst werde "bald" sein Nationalratsmandat zurücklegen. Ob er sich auch als Parteiobmann verabschiedet "steht noch nicht fest" - Nachbaur wäre aber, wie sie sagte, bereit, Obfrau zu werden. Über den Antritt des Team Stronach bei der EU-Wahl sei noch keine Entscheidung gefallen.
Zum Vorhalt, dass Stronach nur an wenigen Plenarsitzungen und an keiner Ausschusssitzung teilgenommen hat, aber dennoch ein Abgeordnetengehalt bezieht, meinte Nachbaur: Stronach sei nicht angetreten, "um im Tagesgeschäft aktiv mitzumischen, sondern um etwas in diesem österreichischen System des Stillstandes zum Besseren beizutragen". Er werde selbst entscheiden, wann er das Mandat zurücklegt - Februar "könnte sein".