Die Finanzminister der Währungsunion treffen sich bereits zum dritten Mal innerhalb von nur 20 Tagen, um für das weitere Vorgehen für Griechenland inklusive der Freigabe der nächsten Hilfstranche von 31,5 Mrd. Euro eine Lösung zu finden. Dabei gibt sich Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker ungewöhnlich zugeknöpft.
"Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag", war der einzige Kommentar zur der mit Spannung erwarteten Tagung. Die Finanzminister der Währungsunion treffen sich , um für das weitere Vorgehen für Griechenland inklusive der Freigabe der nächsten Hilfstranche von 31,5 Mrd. Euro eine Lösung zu finden.
In den vergangenen Tagen ist neuerlich die Idee eines zweiten Schuldenschnitts für das vom Bankrott bedrohte Land - diesmal seitens der öffentlichen Gläubiger, also der Euro-Staaten - aufgekommen. Deutschland und Österreich sind dagegen. IWF und EZB sind dafür, dass die Geberländer die Hälfte ihrer Forderungen abschreiben. Nur so könne Griechenland in absehbarer Zeit wieder auf eigenen Beinen stehen.
300 Mrd. Euro Schulden
Für Griechenland gibt es bisher zwei Hilfspakete. Das Land ist mit etwa 300 Mrd. Euro verschuldet. Etwa 200 Milliarden davon halten inzwischen öffentliche Gläubiger wie IWF, EZB, EFSF und andere Euro-Länder. Private Gläubiger wie Banken, Versicherer und Fonds haben bereits auf Forderungen von mehr als 100 Mrd. Euro verzichtet. Ihre Verzicht-Quote lag nominell bei rund 53 Prozent, liegt inklusive anderer Bestandteile aber wohl eher bei über 70 Prozent.