Österreich

Nächster Lesetest an Wiener Schulen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:49

Schüler der 4. Volksschule und der 8. Schulschufe (AHS/HS/NMS) werden am Donnerstag und Freitag auf ihre Lesefähigkeit getestet. Erstmals wird bei diesem 4. Lesetest auch der Wortschatz ausgewertet.

Damit Lehrer ihre Zöglinge besser fördern können, werden 31.000 Schüler vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) erneut auf ihre Lesefähigkeit getestet. Außerdem werden jene 2.640 Schüler, die beim „Wiener Lesetest“ 2013 besonders schlecht abgeschnitten und viermonatige Intensivkurse besucht haben, noch einmal abgeprüft.

Erstmals wird zusätzlich auch der Wortschatz ausgewertet, „um die Ausgangsbedingungen für Leselernprozesse wissenschaftlich erforschen zu können“. Die Ergebnisse liegen im Mai vor.

Ein Fünftel „Risikoschüler“

2013 gehörten laut dem vergangenen Lesetest je rund ein Fünftel der Zehn- bzw. 14-Jährigen zur Gruppe der „Risikoschüler“ und damit schwächsten Leser, je rund 40 Prozent sind sehr gute bzw. durchschnittliche Leser. Insgesamt sind seit vergangenem Jahr für Wiener Schüler im Lauf ihrer Pflichtschulzeit insgesamt 15 Bildungstests verpflichtend. Die an den Stadtschulrat gemeldeten Ergebnisse sollen einer der Faktoren sein, ob man in die nächsthöhere Klasse aufsteigen kann.

ÖVP-Kritik

Kritik kam am Mittwoch von VP-Bildungssprecherin Isabella Leeb. „Die bis jetzt gesetzten Maßnahmen zur Hebung der Lesekompetenzen bei Wiens Schülern brachten leider nur marginale Verbesserungen“, so Leeb in einer Aussendung. Sie forderte die Stadtregierung daher auf, die für die Infokampagne zum Umbau der Mariahilfer Straße vorgesehenen Mittel „umgehend umzuwidmen und einer aktiven Bildungsförderung von Wiens Kindern zuzuführen“.

Der SPÖ-Bildungssprecher im Rathaus, Heinz Vettermann, widersprach Leeb. Der Lesetest sei kein Ausdruck des Problems Leseschwäche, sondern Teil der Problembehebung, so Vettermann in einer Aussendung.

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