Nackt-Fotos: Sara Sampaio klagt "lügendes" Magazin

Auch das ist Missbrauch: Victoria's Secret Engel Sara Sampaio verklagt das französische Magazin "Lui" wegen Nackt-Fotos.

Die inzwischen 26-jährige Portugiesin Sara Sampaio gehört zu den gefragtesten Models der Welt. Sie war schon am Titel von Vogue, Elle oder Harper's Bazaar und 2014 sowie 2015 in der Sports Illustrated Swimsuit Issue.

Seit 2013 läuft sie bei den Victoria's Secret Fashion Shows und ist seit 2015 ein offizieller Engel.

Doch alle Berühmtheit hilft nicht gegen die dreckigen Praktiken, die offenbar im Modelbusiness an der Tagesordnung stehen. Das hochkarätige französische Magazin "Lui" dürfte da keine Ausnahme sein, weshalb Sara Sampaios Anwälte nun Jagd auf die Verantwortlichen machen.

Vertrag: "Keine Nackt-Bilder"

Auf dem aktuellen Titel des Magazins sieht man nicht nur die 26-Jährige, sondern auch ihre Brustwarzen. Sara ließ vorher vertraglich streng regeln, dass sie nicht bereit sei, sich nackt fotografieren zu lassen. Damit waren die Magazin-Macher einverstanden. Bis zum Tag des Shootings.

Psychoterror am Tag des Shootings

In einem mehrseitigen Instagram-Post erzählt Sampaio, dass sie beim Shooting den ganzen Tag unter Druck gesetzt worden sei. Immer wieder sei sie aufgefordert worden ihre Brustwarzen zu zeigen oder sich ganz auszuziehen. Immer wieder hielten ihr die Verantwortlichen vor, dass sie doch auch in der Vergangenheit schon Nacktfotos von sich habe machen lassen.

Verantwortliche logen ihr brutal ins Gesicht

Als Sara am Ende des Shootings die Fotos zu Gesicht bekam, sah sie, dass bei einigen die Kleidung verrutscht war und doch Nippel hervorblitzten. Sie verlangte extra, dass dieses Fotos nicht abgedruckt würden. Ihr wurde versichert, dass das kein Problem sei.

"Das Magazin log und druckte die teilweisen Nacktbilder aufs Titelblatt. Das war ein klarer Verstoß gegen unsere Vereinbarung."

Es sei kein Einzelfall, in der Modebranche so behandelt zu werden, prangert Sampaio die Zustände an. Es gehe nicht nur ihr, sondern vielen Models so:

"Wie so viele Model habe ich schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht und wurde unter Druck gesetzt, mich nackt ablichten zu lassen. [...] Weigerte ich mich, wurde mir vorgeworfen 'schwierig' zu sein. [...] Ich habe das Recht meinen Körper wie ich, wann ich und wo ich will zu zeigen. Das ist meine Entscheidung. Und ich erwarte mir, dass ich mit prfessionell und mit Respekt behandelt werde."

Sara berichtet weiter, dass sie ihre Anwälte auf die Sache angesetzt hätte. Die Ausgabe von "Lui" mit Sara Sampaio ist inzwischen im Handel. "Heute.at" hat sich entschieden, die Bilder absichtlich nicht zu zeigen.



"Als Models und als Frauen müssen wir zusammenhalten und den Respekt verlangen, den wir verdienen. Wir haben das Recht unsere eigenen Entscheidungen zu treffen, wenn es um unsere Körper, unser Image und unsere Leben geht."


Der ganze Instagram-Post von Sara Sampaio (Achtung! 6 Seiten):

(lam)

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