Nacktfahren kann trotz Hitze teuer werden

Nudisten haben in der Steiermark keinen leichten Stand. Bis zu 2.000 Euro muss man hier fürs Nacktfahren löhnen. Aber auch in Wien kann die Freizügigkeit teuer werden.

Wenn der Fahrtwind nicht nur um die Nase zieht, ist das für eingefleischte Nudisten wohl das schönste Gefühl. Was im FKK-Bereich gang und gäbe ist, gehört auf den Straßen wohl eher zum Kuriosum – sollte man meinen: "Wir hören auch immer wieder von Fällen, in denen Fahrer ihr Auto nackt lenken", berichtet Authried.

Wer dabei erwischt wird, muss ordentlich brennen, denn das kann als Verletzung des öffentlichen Anstands nach dem jeweiligen Landesgesetz geahndet und dementsprechend teuer werden. Der Strafrahmen ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und reicht von 200 Euro in Vorarlberg bis zu 2.000 Euro in der Steiermark.

Was für oben gilt, gilt auch für unten. Das richtige Schuhwerk ist beim Autofahren Pflicht – Spoiler: Badeschlapfen gehören nicht dazu. "Nicht alles, was bei den sommerlichen Temperaturen bequem ist, ist auch zum Fahren empfehlenswert", erklärt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Allerdings verbietet das Gesetz Fahren mit Flip-Flops und Co nicht direkt.

Rechtliche Auswirkungen und strafrechtliche Konsequenzen sind dann denkbar, wenn ein Verkehrsunfall durch ein bestimmtes Schuhwerk zumindest mitverursacht wurde. Dazu zählen Fälle, in denen eine andere Fußbekleidung das Unglück hätte verhindern können", erklärt der ÖAMTC-Jurist.



Highheels, Schlapfen & Co.

"Es gibt drei Arten von Schuhen, die zum Autofahren nicht empfehlenswert sind", weiß Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Mit sehr hohen Absätzen hat man mit der Ferse keinen Halt. Bei offenen Schuhen wie Flip-Flops, Badeschlapfen oder Sandalen besteht zusätzlich noch die Gefahr, dass sich das Pedal zwischen Schuh und Fuß verheddert. Und mit sehr klobigen Schuhen hat man kein Gefühl mehr für die Pedale.

"Gerade in Schreck- und Notsituationen sollte man automatisch das richtige Pedal treten. Da ist keine Zeit zum Korrigieren", betont der Fahrtechnik-Profi. Barfuß zu fahren ist eine noch gefährlichere Idee. Bei einer Gefahrenbremsung kann so unmöglich der erforderliche Druck auf die Pedale ausgeübt werden.



So soll der perfekte "Fahrschuh" sein

"Autofahrer sind am besten mit einem Schuh aus festem und bequemem Material, mit guter Passform und flacher, dünner, rutschfester Sohle unterwegs. Das sorgt für einen guten Halt, verhindert das Einfädeln zwischen den Pedalen und sorgt für optimale Kraftübertragung auf die Pedale", weiß Frisch. Er rät, zur Sicherheit immer ein Paar "fahrtaugliche" Schuhe im Auto zu haben, auf die man vor Fahrtantritt wechseln kann. "Die ausgezogenen Schuhe sollten sicher verstaut werden – am besten in Kofferraum oder im Fußraum des Beifahrers. Keinesfalls dürfen sie im Lenkerfußraum liegen, dort können sie sich unter den Pedalen verklemmen", sagt der Fahrtechnik-Profi.

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(red)

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