Niederösterreich

Nächste Wirtin von staatlicher Hilfe enttäuscht

Auch Sabine Kalt vom Rathaus-Kaffeehaus in Weißenkirchen in der Wachau kritisiert die fehlenden Hilfeleistungen. In der zweiten Härtefallfondsphase bekam sie 614 Euro.
Erich Wessely
13.05.2020, 15:16

Am Freitag dürfen die Wirte wieder aufsperren, für viele Gastronomen ob der Regeln und der angespannten finanziellen Situation eine Herausforderung, viele fühlen sich im Stich gelassen.

Auch Sabine Kalt vom Rathauscafé in Weißenkirchen in der Wachau (Bezirk Krems-Land) denkt im ZiB-Gespräch über die Zukunft nach: "Ob wir das Ganze überleben, wenn jetzt nicht noch Hilfen nachkommen, können wir wahrscheinlich erst Dezember oder Jänner beurteilen." Von der staatlichen Unterstützung ist Sabine Kalt enttäuscht. Sie hatte in der ersten Phase des Härtefallfonds 1.000 Euro an Hilfe erhalten, in Phase zwei nur noch 614 Euro. Das decke die Kosten bei weitem nicht ab. 

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Fixkostenzuschuss soll kommen

Die Wirtschaftskammer verweist diesbezüglich auf den Fixkostenzuschuss, der bald zusätzlich beantragt werden könne, die Gelder aus dem Härtefallfonds seien für den Lebensunterhalt gedacht. "Zig Formulare, ohne Steuerberater keine Chance, das zu beantragen", übt die Wirtin auch an der bürokratischen Abwicklung, um an Härtefallfonds-Förderhilfen zu kommen, Kritik. Zumindest die Reduzierung der Getränkesteuer auf alkoholfreie Getränke auf zehn Prozent begrüße die Wirtin, das würde ihr helfen.

"Sehr zu begrüßen wäre für uns eine Entlastung der Mitarbeiter, vielleicht im Bereich der Lohnnebenkosten", sagt Christian Wildeis, Kirchenwirt in Weißenkirchen, zur ZiB.

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