Nächsten beiden Bezirken drohen nun Ausreisetests

Ab Freitag könnte beim Verlassen der Bezirke Scheibbs und Melk ein negativer Corona-Test nötig sein.
Ab Freitag könnte beim Verlassen der Bezirke Scheibbs und Melk ein negativer Corona-Test nötig sein.Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger
Die nächsten beiden Bezirke in Niederösterreich steuern gerade auf Ausreisekontrollen zu - trotz rückläufiger Zahlen.

Liegt ein Bezirk sieben Tage am Stück mit seine 7-Tage-Inzidenz über der kritischen 400-er Schelle, so greifen in betroffenem Ort schärfere Maßnahmen. Demnach könnten auch hier ab Freitag beim Verlassen der Bezirke ein negativer Corona-Test nötig sein. Bei den Orten handelt es sich um die niederösterreichischen Bezirke Scheibbs und Melk.

 Scheibbs

In den vergangenen zwölf Tagen pendelte sich der 7-Tage-Inzidenz-Wert in Scheibbs elf Mal über der kritischen Marke von 400 ein. Aber: bisher noch keine sieben Tage in Folge. Wie der "noe.orf.at" schreibt, hätte ein "Osterwunder" dies vor einer Woche verhindert.

Am Gründonnerstag der Osterwoche, welcher der siebte Tag in Folge war, wurde auf dem Dashboard der AGES für den Bezirk plötzlich ein Wert von unter 400 angezeigt. Einen Tag später, am Karfreitag, konnte man daher wieder bei eins zu zählen beginnen. Seitdem liegt der Bezirk erneut über der Marke von 400. Nun liegt die Scheibbser 7-Tage-Inzifenz aber wieder bereits fünf Tage am Stück über der 400er-Marke. Hierzu sagte der Bezirkshauptmann von Scheibbs, Johann Seper, gegenüber "noe.orf.at":

"In Anbetracht der letzten Woche traue ich mich keine Prognose abzugeben. Die Tagesschwankungen sind enorm, teilweise 200 bis 300 Prozent Unterschied zwischen den einzelnen Tagen."

Sollte die Hochinzidenzgebiets-Verordnung nun auch hier zu tragen kommen, so wird es Stichprobenkontrollen der Polizei an den 47 Ausfahrten aus dem Bezirk geben. Bis auf einige Ausnahmen (Schüler, bestimmte Berufsgruppen oder Einsatzkräfte, wichtige Termine), müssen Personen beim Verlassen des Bezirks einen negativen Antigen-Test (max. 48 Stunden alt), oder einen negativen PCR-Test (max. 72 Stunden), vorweisen können.

 Melk neuer Spitzenreiter

Neben dem Bezirk Scheibbs ist auch der Nachbarbezirk Melk bei der 7-Tage-Inzidenz ganz weit oben. Am Karfreitag hatte man zum ersten Mal, seit In-Kraft-Treten der Hochinzidenzgebiets-Verordnung, die Marke von 400 geknackt. Am Dienstag war Melk sogar österreichweiter Spitzenreiter indem Inzidenz-Ranking.

In den vergangenen Tagen habe sich das Coronavirus insbesondere über Familien, Verwandtschaften, Nachbarschaften, Schulen, Kindergärten und Firmen ausgebreitet. Der Bezirkshauptmann von Melk, Norbert Haselsteiner, sagte diesbezüglich gegenüber dem ORF:

"Das ist leider im Bezirk Melk in den letzten Wochen passiert. Insofern sind wir jetzt dabei, die Cluster einzufangen und die Infektionsketten zu unterbrechen."

Auch in Melk drohen daher nun ab Freitag verschärfte regionale Maßnahmen. "Ostern ist vorbei, Corona geht weiter, leider“, sagte Haselsteiner.

 Außer Kraft Treten erste bei 200er Inzidenz

Treten die Ausreisekontrollen am Freitag tatsächlich in Melk und Scheibbs in Kraft, haben die Menschen für längere Zeit mit ihnen zu leben. Aufgehoben werden jene nämlich erst, wenn die Inzidenz zehn Tage lang unter 200 liegt.

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