Dan Fallows hat den österreichischen Rennstall bereits Ende 2022 verlassen, wechselte zu Aston Martin – dem aktuell härtesten Konkurrenten der Bullen. Als langjähriger Aerodynamik-Mitarbeiter verhilft Fallows nun Fernando Alonso zu neuen Höhenflügel.
Damit aber nicht genug. Denn mit Rob Marshall verlässt ein weiterer hochrangiger Red-Bull-Techniker den Rennstall, heuert bei McLaren an, soll den kriselnden britischen Rennstall als Technischer Direktor wieder nach vorne bringen. Marshall tritt seinen Job am 1. Jänner 2024 an.
"Ich freue mich sehr über den Wechsel von Rob zu McLaren. Mit mehr als 25 Jahren im Motorsport bringt Rob eine Fülle an Erfahrung mit. Robs Ernennung ist ein grundlegender Schritt, um das Team auf den Weg zurück zum Erfolg zu bringen", meinte McLaren-Teamchef Andrea Stella.
Doch wie kann es sein, dass ein weiteres Red-Bull-"Superhirn" den Rennstall verlässt? Motorsport-Konsulent Helmut Marko hat da eine schlüssige Erklärung: Die Budgetdeckelung sei dafür verantwortlich. "Das ist in der Tat ein großes Problem. Vor allem die Summen, die geboten werden", klärte der Grazer am Rande des Großen Preises von Monaco bei "Sky" auf. "Die kriegen manchmal das Doppelte von dem geboten, was wir ihnen gezahlt haben", ergänzte der 80-Jährige.
In der Formel 1 fallen nur die Ausgaben für die drei bestbezahlten Mitarbeiter nicht in die Kostendeckelung, alle anderen Gehälter müssen innerhalb der Budgetgrenze bleiben, deshalb sind die großen Teams zu Einsparungen gezwungen. "Der Faktor, der uns als Team noch zusammenhält, ist die Emotion. Es macht viel aus, dass du einen Fahrer wie Max Verstappen hast. Das strahlt aus", erklärte Marko, dass Red Bull mehr biete als lediglich die Bezahlung.
Trotzdem bleibt die Frage, ob noch weitere hochrangige Mitarbeiter den Rennstall verlassen? "Wir hoffen, dass das eine einmalige Sache bleibt. Gott sei Dank haben wir Kooperationen mit Universitäten. Wir schulen unsere Leute selbst nach", so Marko.