Atom-Kontrolle mit Geigerzähler am Großmarkt Wien

In der Nacht auf Montag kontrollierte das Marktamt alle einfahrenden Lkw beim Großmarkt Wien.
In der Nacht auf Montag kontrollierte das Marktamt alle einfahrenden Lkw beim Großmarkt Wien.Marktamt Wien
Nachtschicht fürs Wiener Marktamt: In der Nacht auf Montag wurde jeder Lkw am Großmarkt kontrolliert. Auch die Strahlenbelastung wurde gemessen.

Der Großmarkt Wien – auch unter seinem alten Namen Großgrünmarkt bekannt – ist seit 1972 Drehscheibe und Kompetenzzentrum für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eiprodukte und Blumen. Jährlich wird auf dem rund 30 Hektar großen Markt in Wien-Liesing mit rund 400.000 Tonnen Lebensmitteln gehandelt. Was hier angeliefert wird, landet wenig später auf den Tellern der Wiener.

Von 22 bis 4 Uhr wurde kontrolliert

Was hier angeliefert wird, landet wenig später auf den Tellern der Wiener. Deshalb führt das Wiener Marktamt auch regelmäßig Kontrollen der Ware und der Liefer-Lkw durch. "In der Nacht auf Montag war es wieder soweit: Von Sonntag 22 Uhr bis Montag 4 Uhr waren fünf Mitarbeiter im Einsatz, kontrollierten jeden einfahrenden Lkw", so Marktamtdirektor Andreas Kutheil zu "Heute". Konkret schauen sich die Kontrollore die Lieferpapiere und die Ladung der anliefernden Lastwagen an: "Wir schauen, ob im Lkw drinnen ist, was draufsteht", so Kutheil. Früher wurde bei diesen Kontrollen auch das eine oder andere Mal Schmuggelware wie Zigaretten entdeckt. "Die Zeiten sind aber eher vorbei", lacht der Direktor.

Verstärkte Strahlenkontrolle wegen Ukraine-Krieg

Ein wichtiger Punkt ist auch die Kontrolle der Lkw und ihrer Ware auf Radioaktivität. Die Mitarbeiter des Wiener Marktamts sind speziell im Umgang mit Geigerzählern geschult. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der Drohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Atomwaffen einzusetzen, werden diese Kontrollen derzeit verstärkt und umso penibler durchgeführt.

Die Bilanz der Kontrollen in der Nacht auf Montag fiel positiv aus: Nur bei zwei der Dutzenden kontrollierten Lkw passten die Lieferpapiere nicht zu 100 Prozent. "Bis 6 Uhr früh war aber auch das geregelt", erklärt Kutheil. Keine angelieferte Ware war durch Strahlung belastet.

Das ist der aktuelle Marktamt-Bericht über die Preisentwicklung bei Obst, Gemüse und Grundversorgungsmitteln in Wien

"Es gibt nach wie vor große Mengen an Bärlauch auf Wiens Märkten. Die Spargelsaison geht auch los. Der erste Marchfeldspargel wird schon zum Verkauf angeboten. Salat aus Italien und Spanien ist reichlich und in guter Qualität vorhanden. Aktuell ist heimisches Wurzelgemüse: Sellerie, Karotten, Pastinaken und rote Rüben. Radieschen sind diese
Woche günstig. Paradeiser und Gemüsepaprika sind preisstabil. Brokkoli und Karfiol sind teuer. Erdbeeren aus Italien, Spanien und Griechenland sehen optisch sehr gut aus und überraschen positiv im Geschmack. Anderes Beerenobst wie Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren ist vergleichsweise teuer und kommt zum größten Teil aus Südamerika und Spanien über den See- und Luftweg zu uns. Tafeltrauben haben feste Preise. Auch diese Woche gilt: Bitte nicht hamstern! Die Versorgung ist gesichert! G ́sund bleiben!"

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