Passagiere, die den Zug in der Nacht auf Dienstag um 0.10 Uhr weg von Wien-Heiligenstadt Richtung Niederösterreich nehmen wollten, mussten eine längere Reisezeit in Kauf nehmen.
Ein Betroffener, der von NÖ nach Wien in die Arbeit pendelt, schildert seine Eindrücke bei der nächtlichen Retourfahrt: "Ich wollte um 0.10 Uhr mit dem Zug Richtung Krems fahren. Es gab keinerlei Vorwarnung auf der Anzeigetafel." Der Zug fuhr bis Kierling-Klosterneuburg, wo er stoppte und alle Fahrgäste plötzlich raus mussten: "Die ÖBB-Auskunftsperson dort war total überrascht, dass Leute auch nach Krems wollten und nicht nur nach Tulln. Er konnte auch nach längerem Telefonieren keine fixe Auskunft geben, wie es in Tulln weitergeht."
Nach zehn bis 15 Minuten kam schließlich der Schienenersatz-Bus: "Dieser war brechend voll: Gut 50 Leute – auch zwei Fahrräder waren drin. Fast alle mit Maske, kein Baby-Elefant. Der Bus fuhr fast eine Stunde lang bis Tulln jede Station an." Zum Glück wartete dann doch ein Anschlusszug Richtung Krems. "Um etwa 1.30 Uhr fuhr der REX weiter, etwa 20 bis 30 Fahrgäste waren an Bord." Nach rund 30 Minuten war das Ziel für den Pendler in Krems schließlich doch noch erreicht.
Auf "Heute"-Anfrage bei den ÖBB heißt es: "Es gab einen Stellwerksdefekt im Zuge von Bauarbeiten in St. Andrä-Wördern. Das kann man leider nicht vorhersehen und wir haben in der Nacht unser Möglichstes versucht, einen Schienenersatzverkehr aufzustellen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten bei den Fahrgästen", so Sprecher Daniel Pinka.