Luxus-Sportwagen verstauben in verlassenem Autohaus

Sie sind mehr als eine Million Euro wert, sammeln seit Jahren aber nur Staub. Die Supercars wurden nun in einem verlassenen Autohaus wiederentdeckt.

Die Farben der Werbetafeln und Fotos an der Wand sind bereits völlig ausgebleicht und eine graue Staubschicht bedeckt das gesamte Mobiliar. Kaum zu glauben, dass einem in dieser tristen Umgebung drei wahren Schmuckstücke der Automobil-Geschichte entgegenfunkeln – und doch ist es so.

2005 hatte in der südchinesischen Provinz Guangdong der erste Vertragshändler für Ferrari und Maserati. Doch das Geschäft mit der Zielgruppe der oberen 10.000 Chinas lief offenbar nicht, nur zwei Jahre später musste das exklusive Autohaus seine Tore für immer dicht machen. Scheinbar wurde das Unternehmen völlig überstürzt zugesperrt, denn neben der Einrichtung blieben auch noch drei Luxus-Sportwagen im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro zurück.

Porsche, Ferrari und Corvette

Anstatt mit aufheulendem Motor über den Asphalt zu heizen, mussten ein roter Porsche Carrera GT, eine gelbe Chevrolet Corvette C5 Z06 und ein grauer Ferrari 575 Superamerica – angeblich als gesuchter Handschalter – im ehemaligen Showroom in den letzten 13 Jahren Staub ansetzen. Kein Mensch hatte seither das verlassene Autohaus betreten. Zumindest bis Fotograf James Wan von Bekannten eines Bekannten eines Bekannten (usw.) davon erfuhr und Zugang zu dem Gebäude erhielt. Seine Bilder des Sensationsfundes veröffentlichte er vor Kurzem auf Instagram.

Immer noch heiß begehrt

Das Geheimnis darüber, warum die sündteuren Schlitten hier zurückgelassen wurden, will entweder niemand preisgeben, oder es gibt niemanden mehr, der es lüften könnte. Jetzt will Wan die drei Sportwagen retten. Wie das Portal "TopGear" vorrechnet, könnte man mit ihnen immer noch eine Menge Geld verdienen.

Unter dem Trio sticht besonders der Porsche hervor. Laut Wan soll dieser als eins von nur drei Exemplaren in der Sonderfarbe PTS Zanzibar Red lackiert sein. In Deutschland wird derzeit ein beinahe identischer Carrera GT um rund 980.000 Euro angeboten. Der Ferrari und die Corvette könnten ebenfalls noch rund 300.000 Euro bzw. 100.000 Euro einbringen.

Werden die Flitzer bald abgestaubt?

Allerdings gibt es einige Stolpersteine. "Soweit ich weiß, wird es keine reibungslose Rettung sein", wird der Entdecker zitiert. Obwohl die drei Luxusautos wohl erst wenige Kilometer auf dem Buckel haben, dürften es aufgrund der langen Standzeit doch einige technische Mängel geben, die es erst noch zu beheben gilt. "Sie brauchen also viel Liebe durch einen Mechaniker, bevor sie ihren ersten Roadtrip machen können", so "TopGear" abschließend. 

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