Die Chancen schwinden: Seit Freitag wird der Extrembergsteiger Wolfgang Kölblinger am Nanga Parbat vermisst. Der 55-Jährige war nach dem Abstieg vom Gipfel verschwunden.
Der 55-jährige Extrembergsteiger Wolfgang Kölblinger aus Traunkirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich wird seit Freitagabend am Nanga Parbat (Pakistan) im Himalayagebirge vermisst. Der Alpinist und ÖVP-Vizebürgermeister kehrte nach dem Gipfelsieg nicht mehr ins Basislager zurück. Eine Suchaktion blieb vorerst erfolglos.
Kehrte nicht mehr vom Gipfel zurück
Kölblinger hatte am Freitag mit mehreren Alpinisten den 8125 Meter hohen Nanga Parbat gegen 19 Uhr bezwungen. Kölblinger wählte aber eine andere Route zum Gipfel als seine Kameraden. Danach hätte das Bergsteigerteam wieder ins Basislager zurückkehren sollen. Wie der Traunkirchner Bürgermeister Peter Aschenbrenner (ÖVP) bestätigte, kam Kölblinger dort aber nicht mehr an.
Persönliche Gegenstände gefunden
Auch eine Suche dürfte bisher erfolglos gewesen sein. Angeblich habe man persönliche Gegenstände des 55-Jährigen gefunden, von dem Mann gab es aber keine Spur, sagte Aschenbrenner. Der Bezirksoberförster in Gmunden gilt als sehr erfahrener Höhenbergsteiger mit vielen Expeditionen im Tourenbuch. Er ist seit Jahrzehnten auch Bergretter. Der Vermisste ist verheiratet und Vater einer Tochter.