Nasa empfängt Nachrichten aus dem All

Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte NASA-Sonde "Juno" im Juli 2016 beim Jupiter angekommen.
Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte NASA-Sonde "Juno" im Juli 2016 beim Jupiter angekommen.(Bild: picturedesk.com)
Ein für galaktische Verhältnisse prominenter Mond des Jupiter sendet uns ein WLAN-Signal. 

In der Nähe des Jupiters wurden fünf Sekunden lange Radiowellen gemessen. Diese stammen von einem seiner Monde, wie die Raumfahrtbehörde NASA gegenüber US-Medien berichtet. Ganymed, der größte Mond unter den vier Galileischen Monden des Jupiter - und auch in unserem Sonnensystem -, scheint von der Weite des Weltalls gelangweilt und möchte mit unserer Erde kommunizieren. 

Aufgenommen wurden die Radiowellen von einer NASA-Sonde der "Juno-Mission", die seit 2011 unterwegs ist und ursprünglich im Juli 2021 beendet werden sollte. Nun wird sie jedoch verlängert. Sie flog gerade mit einer Geschwindigkeit von erfrischenden 180.000 Kilometern pro Stunde an den Polarregionen des Jupiters vorbei, als sie ganze fünf Sekunden lang die Funkwellen empfing.

Jupiter-Mond sendet unserer Erde ein WLAN-Signal

Irdisch vereinfacht entspricht das Signal einem WLAN. Auch der Jupiter selbst strahlt Radiowellen aus. Doch nun konnte das Phänomen erstmals bei einem seiner Monde festgestellt werden. Die Wellen haben laut NASA im Bereich zwischen 10 und 40 Megahertz gelegen, was Radio-Kurzwellen entspricht. Wie ein Sprecher der NASA erklärte, soll es sich nicht um einen Beweis für außerirdisches Leben handeln, sondern um eine "natürliche Funktion". Ganymed stand schon früher im Rampenlicht des Sonnensystems, nicht nur weil er der größte Trabant ist, sondern auch weil das Hubble-Teleskop 2015 entdeckte, dass auf dem Eismond ein unterirdischer Ozean existiert.

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