Naschmarkt-Stand kostet bis zu zwei Millionen Euro

Der Wiener Naschmarkt (Symbolbild).
Der Wiener Naschmarkt (Symbolbild).Bild: Helmut Graf
Gleich mehrere Geschäftsbesitzer suchen am Wiener Naschmarkt einen Nachfolger. Die teuersten Marktstände kosten bis zu zwei Millionen Euro!

Der Wiener Naschmarkt ist der bekannteste Markt in Wien – und derzeit laut Gastro-Experten im Umbruch. "Derzeit suchen bis zu 50 Prozent der Standler einen Nachfolger", so Franz Bernthaler von der Culinarius Beteiligungs GmbH. "Die teuersten Stände kosten bis zu zwei Milllionen Euro." Auf dem Markt sei gerade ein Generationenwechsel im Gange.

Das schlägt sich auch im Netz nieder. Gleich mehrere Stände werden zum Kauf angeboten. Auf willhaben wird für einen Markt- und Gastrostand bei der Schleifmühlgasse ein neuer Besitzer gesucht: Der Preis für das "Superädifikat", also ein Eigentums-Stand auf städtischem Grund, liegt bei 420.000 Euro. Dafür gibt es 26 m² Innenfläche und 8 m² Außenbereich. "In den nächsten zwei Jahren wird sich am Naschmarkt strukturell etwas ändern", so Bernthaler. Die Standler würden unter der Bürokratie leiden und sich deshalb zum Verkauf entscheiden.

Dem widerspricht die Stadt. "Der Generationenwechsel ist längst vollzogen", so Marktamts-Sprecher Alexander Hengl. Die "bürokratischen Hürden", wie beispielsweise die Registrierkassenpflicht, gelte für alle Geschäfte. "Es ist natürlich klar, dass viele um einen gewissen Preis verkaufen würden. Wer würde das nicht?" Von einer Krise könne jedenfalls keine Rede sein. Gerade mit Aktionen, wie dem morgigen "Mottomarkt", soll der Naschmarkt noch mehr belebt werden. (pet)

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