Natascha ließ Priklopils Verlies zuschütten

Bild: PA

3096 Tage war sie (weitgehend) im Keller eingesperrt. Das Gefängnis von Natascha Kampusch in Strasshof, NÖ, kann nur mehr im Kino gesehen werden. Natascha ließ es nun zerstören.

in Strasshof, NÖ, kann nur mehr im Kino gesehen werden. Natascha ließ es nun zerstören.

In einer Woche feiert der Film "3096 Tage" über die Entführung von Natascha Weltpremiere in Wien. In einem "Spiegel"- Interview plaudert die seit gestern 25-Jährige nun überraschende Details aus.

Etwa, dass der Keller ihres Peinigers Wolfgang Priklopil in Strasshof (NÖ) nur noch als Filmkulisse in den Bavaria-Studios in München existiert. Denn nach einem Bescheid der Gemeinde musste Kampusch den "ungenehmigt errichteten Hohlraum" im Keller beseitigen.

Sie beauftragte Architekt, Statikerin und Baufirma und ließ das Verlies zuschütten. Das Horror-Haus gehört ihr, es steht seit Ende des Entführungsdramas im August 2006 leer. "Es war mir wichtig, die Kontrolle darüber zu behalten." Ein paar Sachen hat sie aufgehoben: ihr Tagebuch, eine Puppe und ein Radio.

An allen klebt das Magnetpulver der Spurensicherung. "Ich habe es mit allen Putzmitteln versucht, aber das Zeug geht einfach nicht ab." Über Priklopil sagt sie: "Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn er überlebt hätte. Dann wäre klar gewesen, dass ich das Opfer bin …"

Thomas Peterthalner

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