Kurz hat mehr Stimmen als SPÖ und FPÖ gemeinsam

Was liegt, das pickt! Das Ergebnis der Nationalratswahl 2019 ist zwar noch nicht amtlich, mittlerweile sind aber alle Stimmen ausgezählt. Für Kurz' ÖVP ist das Resultat eine Sensation.
Mit 75,6 Prozent hat die Wahlbeteiligung bei der Nationalratswahl 2019 in Österreich beinahe einen historischen Tiefstand erreicht. Nur 2013 – es folgte die rot-schwarze Koalition Faymann/Spindelegger – war diese niedriger. Daran ändert sich auch nichts mehr, mittlerweile sind alle Stimmen ausgezählt.

Von ihrem damaligen schlechtesten Ergebnis von 23,4 Prozent ist der heutigen, umgefärbten "Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei" nichts mehr anzumerken. Die ÖVP ging dieses Mal mit einem Plus von 6 Prozentpunkten und insgesamt 37,5 Prozent (1.789.417) der Stimmen eindeutig als Sieger hervor.



Eine einfache Rechnung verdeutlicht, wie groß dieser Vorsprung tatsächlich ist: Die ÖVP hat exakt 4.883 Stimmen mehr erhalten, als die nachgereihte SPÖ (1.011.868 / 21,2 %) und Ex-Koalitionspartner FPÖ (772.666 / 16,2 %) zusammengezählt.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch bei den Mandaten zeigt sich, selbst wenn sich Sozialdemokraten (40) und Freiheitliche (31) zusammentun würden, könnten sie die ÖVP (71) im Parlament nicht überstimmen.

Qual der Wahl nach der Wahl

Alt- und wohl auch Neobundeskanzler Kurz bringt das in eine überaus angenehme Position für künftige Koalitionsverhandlungen. Durch das fulminante Comeback der Grünen (13,9 %) kann er jetzt aus drei möglichen Regierungspartnern wählen. Einzig mit den NEOS (8,1 %) geht sich keine Zweierkoalition aus.



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