Hitlergruß vor Beamten: 18 Monate auf Bewährung

Der Hitlergruß wurde einem 54-Jährigen zum Verhängnis.
Der Hitlergruß wurde einem 54-Jährigen zum Verhängnis.Bild: Reuters - Symbolbild
Weil er während einer Polizeikontrolle wiederholt den Hitlergruß gezeigt hat, wurde ein 54-Jähriger in Wien zu 18 Monaten bedingt verurteilt.

Der am Mittwoch verhandelte Fall von Wiederbetätigung ereignete sich im September 2018. Der heute 54-Jährige geriet in Wien in eine Polizeikontrolle, weil er mit seinem Motorrad mehrere rote Ampeln ignoriert hatte. Während der Amtshandlung soll der Mann mehrmals den rechten Arm zum Hitlergruß gehoben haben.

Während der Kontrolle soll auch die Frage gestellt worden sein, warum sich die Beamten um ihn und nicht um die "Scheißmoslems" kümmern würden. Vor Gericht gab ein Polizeibeamter an, dass sich der Angeklagte stramm hingestellt und den besagten Gruß gezeigt habe.

Hitlergruß auch vor einer Prostituierten

Von dem Mann existiert auch ein Video, das ihn nackt vor einer Prostituierten mit dem gestreckten rechten Arm zeigt. Die Prostituierte selbst erstattete Anzeige. Außerdem liegen auch E-Mails vor, in denen der Angeklagte Adolf Hitler lobt und sich in Hasstiraden gegenüber Moslems ergeht.

Vor dem Schwurgericht gab er sich reuig. Ihm tue das alles leid. Schuld sei der Alkohol, er sei kein Ausländerfeind und kein Moslemhasser. Immerhin sei seine Putzfrau Muslima. Das Gericht verurteile den Mann zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten.

(mr)

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