Die lettische Armee hat am Freitag bekannt gegeben, dass sie eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen hat. Laut dem Militär haben alliierte Kampfflieger die Drohne, die in den NATO-Luftraum eingedrungen war, erfolgreich zerstört. "Die Bedrohung sei damit beendet", heißt es in der Mitteilung der lettischen Armee im Onlinedienst X.
Auch in Finnland gab es am Freitag Sicherheitsmaßnahmen. Die Behörden haben vorübergehend Beschränkungen für die Luftfahrt und Schifffahrt im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens verhängt. Die finnische Armee erklärte im Onlinedienst X, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle. Ziel sei es, die Sicherheit unbeteiligter Menschen zu schützen und die Einsatzfähigkeit der Behörden bei möglichen Drohnenvorfällen zu sichern.
In den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu Drohnenvorfällen in osteuropäischen NATO-Staaten gekommen. Diese Länder unterstützen die Ukraine im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg.
Für große Aufregung sorgte zuletzt der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig. Laut Medienberichten zeigen Videoaufnahmen, dass die Drohne vergangene Woche gezielt auf die Tragfläche einer dort abgestellten ukrainischen Frachtmaschine zuflog und aufprallte – genau dort, wo sich auch der Treibstofftank befindet. Die Drohne war mit einem Sprengstoffpaket ausgestattet, das aber aus bislang unbekannten Gründen nicht explodiert ist.