Welt

NATO setzt Kooperation mit Russland aus

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:40

Die NATO legt die zivile und militärische Zusammenarbeit mit Russland vor dem Hintergrund der Krim-Krise auf Eis. Das teilte das Militärbündnis am Dienstag mit. Dagegen soll die Zusammenarbeit mit der Ukraine verstärkt werden.

Die NATO legt die zivile und militärische Zusammenarbeit mit Russland vor dem Hintergrund der Krim-Krise auf Eis. Dagegen soll die Zusammenarbeit mit der Ukraine verstärkt werden. Das beschlossen die NATO-Außenminister am Dienstag bei ihrem Treffen in Brüssel.

Die Ukraine-Krise heizt den Konflikt zwischen der NATO und Russland an. Bisher könne die Militärallianz nicht feststellen, dass Russland seine Truppen von der Grenze zur Ukraine abziehe, kritisierte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Dienstag zum Auftakt eines . Die NATO überprüfe wegen des Konflikts ihre Pläne zur Bündnisverteidigung.

 Die NATO begründetet die Maßnahmen mit der Besetzung und Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim in die Russische Föderation. Der politische Dialog der NATO mit Moskau soll aber fortgesetzt werden.

Russland warnt Ukraine

Dies könne künftig vermehrte Manöver bedeuten und auch Auswirkungen auf Stationierungsentscheidungen haben. Russland verstärkte unterdessen den Druck auf die Ukraine. Die Regierung in Moskau warnte das Land unter Androhung wirtschaftlicher Strafmaßnahmen davor, sich enger an die NATO zu binden. Zugleich kündigte der Staatskonzern Gazprom eine drastische Erhöhung der Gaspreise in der Ukraine an.

Verwirrung um Truppenrückzug Moskaus

Die Regierung in Moskau hatte am Montag angekündigt, ihre Truppen an der ost-ukrainischen Grenze zu verringern. Sie würde damit eine der wichtigsten Forderungen des Westens erfüllen. Das NATO-Hauptquartier geht von 35.000 bis 40.000 russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze aus.

Rasmussen widersprach in Brüssel Berichten über einen Teilabzug russischer Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine. "Bedauerlicherweise kann ich nicht bestätigen, dass Russland seine Truppen abzieht", sagte er. Ein ranghoher NATO-Offizier ergänzte: "Wir sehen täglich einige Bewegungen bei diesen Truppen, aber wir haben noch keinen Rückzug gesehen." Wenn es einen Abzug gäbe, "dann wüssten wir das mit großer Sicherheit". Nach russischen Angaben soll ein Bataillon abgezogen worden sein, also bis zu 1.200 Soldaten.

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