Naturschützer fordern Verbot von Osterfeuern

Osterfeuer sind vor allem in ländlichen Gegenden im deutschsprachigen Raum eine beliebte Tradition. Deutsche Naturschützer laufen nun dagegen Sturm.
Das traditionelle Osterfeuer gehört für viele zum Osterfest genauso dazu wie Ostereier und Osterlamm. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) fordert nun aber ein Verbot des Brauchtums. "Angesichts der Belastungen für die Umwelt kann man sich fragen: Ist der Brauch noch nötig", sagte eine Nabu-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa.

"Gefahr für Vögel, Igel und Mäuse"

Die Feuer verschmutzen die Luft mit Feinstaub. Das sei schlecht für Vögel, erklärte die Sprecherin. In den teils Tage zuvor aufgeschütteten Holzhaufen nisteten sich Igel oder Mäuse ein. Wenn das Holz vor dem Entzünden nicht umgeschichtet werde, könnten die Tiere verbrennen.

Die Veranstalter von Osterfeuern sehen das naturgemäß anders. Es gebe ohnehin schon sehr viele Auflagen so dass sich immer weniger Menschen die Mühe machen würden. In manchen Gegenden braucht es besondere Genehmigungen bzw. sind Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr ohnehin gänzlich verboten.

Ursprünglich heidnischer Brauch

Den Osterfeuer-Brauch gibt es seit Jahrhunderten. Die Tradition geht auf einen heidnischen Brauch zurück, mit dem der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt wurde. Für die Christen wurde das Feuer später zu einem Zeichen für Jesus Christus, da er an Ostern von den Toten auferstanden sein soll. (hos)

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