Der Favoritner Rapper Nazar und FPÖ-Chef Heinz Christian Strache sind nicht unbedingt die besten Freunde. Bei einem Konzert hat der Musiker den Politiker als "Hurensohn" bezeichnet und wurde dafür verklagt. Nun lässt Nazar in einem kurzen Video auf Instagram den Zwist wieder aufleben und macht sich über Strache lustig, da dieser im Fall Böhmermann plötzlich für Künstlerfreiheit appelliert.
Ein von Nazar (@nazar10) gepostetes Video am 15. Apr 2016 um 9:59 Uhr
Der Favoritner Rapper plötzlich für Künstlerfreiheit appelliert.
"Dieser Moment, wenn Strache auf Facebook auf Künstlerfreiheit für Böhmermann appelliert und gleichzeitig mich letztes Jahr geklagt hat, weil ich ihn beleidigt hab", spricht Nazar in eine Handykamera ehe er in ein herzhaftes Lachen ausbricht. Er wirft dem Parteichef der Freiheitlichen mit dem kurzen Video, dass er auf Instagram gepostet hat, Heuchelei vor.
Denn während Strache im Fall Böhmermann, dem ein vorwirft, vor dem "türkischen Despoten in die Knie" zu gehen und "Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und Freiheit der Kunst für Erdogan über die Klinge springen" lasse, galt vor etwas mehr als einem Jahr noch ein anderer Ansatz.
2.450 Euro für "Hurensohn"
Damals hatte Nazar, der als Kind aus dem Iran nach Österreich gekommen ist, während einer Rede bei einem Konzert in der Arena über seine Kindheit in Wien-Favoriten gesprochen und wie dankbar er war, dass man ihn hier gut aufgenommen hat. Im Zuge des Appells für Integration wurde Heinz-Christian Strache als "Hurensohn" bezeichnet.
Mehr brauchte es damals nicht, um Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung vom "Favoritner Schrumpf-Bushido" schimpfen zu lassen, der "eher ein Fall für den Psychiater als für die Bühne" sei. Strache klagte wegen Beleidigung und .
Aus diesem Grund findet Nazar den Schwenk Richtung Eintritt für die Freiheit der Kunst in diesem Fall wohl zum Lachen. Am 13. Mai erscheint sein neues Album "Irreversible".