Nazi-Bunker ist nun endgültig "Geschichte"

Nach der Neu-Entdeckung des Tunnels von Wiens ehemaligem Gauleiter Baldur von Schirach, wurde er Mittwochfrüh von der MA 49 "dem Erdboden gleich gemacht".

Nach der Aufregung rund um einen betonierten Schacht im Boden nahe der Jubiläumswarte (Ottakring) ist seit Mittwoch in der Früh die Stelle im wahrsten Sinne des Wortes wieder planiert. Der Baum neben dem Zugang wurde gefällt, das Wurzelwerk und der Betonschacht mit Erde zugeschüttet.

Plünderungen und wiederholte Besuche von neugierigen Bunker-Touristen führten dazu, dass die Zugänge zum Tunnelsystem gesprengt werden mussten. Seit dem konnten hauptsächlich mit Beton ausgekleidete Schachtzugänge wie dieses gesichtet werden: Insofern handelte es sich beim Loch nur um einen kleinen "Vorraum" und letzten Hinweis auf die NS-Geschichte am Wilhelminenberg.

Schutz-Unterkunft für die Nazi-Elite

Laut dem Historiker Marcello La Speranza handelte es sich beim der geheimnisvollen Tunnelunterkunft, die inmitten eines militärischen Sperrgebietes lag, um den sogenannten Schirach-Bunker. Dieser diente unter anderem auch zum Schutz der NS-Funktionäre. Laut La Speranza entschied man sich dabei die unterirdische Anlage ganz bewusst ein Stück von Wien weg zu bauen.

"Man wollte nicht direkt im Stadtgebiet die ganze NS-Prominenz drinnen haben, weil wenn es zu heftigen Bombardements kommt, wollte man nicht, dass die ganze NS-Führungsspitze zu Tode kommt", erklärt der Historiker in dem Video.

(bai)

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