Szene

Nazi-Kunstjagd wird immer mehr zu Groteske

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:39

Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Augsburg am Dienstag. Wer sich Aufklärung über den Nazi-Kunstraub erhofft hatte, wurde enttäuscht. Grotesk: Nicht einmal eine Liste der Bilder wird veröffentlicht.

Experten fragen sich, wie Ermittler die rechtmäßigen Besitzer der Bilder finden wollen, wenn werden. Die deutsche Staatsanwaltschaft begründet die Geheimhaltung damit, dass man nicht die Interessen von Anspruchsberechtigten verletzen wolle …

Und obwohl , behaupten Ermittler, dass hier keine Bilder versteckt sind. "Von den deutschen Behörden hat sich niemand bei uns gemeldet", so die Salzburger Staatsanwaltschaft. 2011 hatten die Deutschen zwar ein Rechtshilfe-Ersuchen an Österreich gestellt, das wurde aber wegen Geringfügigkeit (es ging nur um Kunsthandel) abgelehnt.

Das sind die offiziellen Fakten im Fall Gurlitt:

- Bei einer Hausdurchsuchung am 28. Februar 2012 fand man bei Cornelius Gurlitt (er ist mittlerweile untergetaucht)1.285 ungerahmte und 121 gerahmte Bilder, alle in gutem Zustand.

- Die Sensation: Neben Werken von Picasso, Renoir, Kokoschka und Matisse wurden auch unbekannte Bilder von Otto Dix und Marc Chagall entdeckt. Kunstexpertin Hoffmann: "Die Bilder sind von ganz außerordentlicher Qualität." Sie glaubt, dass die Ausforschung der Besitzer lange dauern wird. Mehr Details gab’s nicht. Und gezeigt wurden knapp zehn Bilder.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen