Nazikunst-Sammler bietet der Justiz Deal an

Cornelius Gurlitt würde die 1.400 wertvollen Gemälde dem deutschen Staat überlassen, wenn er dafür straffrei geht.

Der Berliner Rechtsanwalt und Kunstexperte Peter Raue hat den Deal mit dem 79-jährigen Münchner Kunsthändlersohn vorgeschlagen. Laut Berliner "Tagesspiegel" argumentiert Raue, dass dadurch die Rückgabe an berechtigte jüdische Familien oder Museen erheblich vereinfacht würde. Allerdings sei die Frage, inwiefern die beschlagnahmten Werke wirklich ihm gehörten.

Anwalt für Veröffentlichung

Nachdrücklich forderte Raue, die Bilder ins Internet zu stellen. Nur so könne man sie den Eigentümern zuordnen. Zudem habe die öffentliche Hand laut Grundgesetz eine Informationspflicht gegenüber den Bürgern. Mit dem Washingtoner Abkommen von 1998 habe sich Deutschland verpflichtet, alles zu tun, um den jüdischen Familien das Auffinden ihres Eigentums zu ermöglichen.

Staatsanwalt dagegen

Die zuständige Staatsanwaltschaft Augsburg hat trotz internationalen Drucks eine Veröffentlichung der Werkliste . Dazu Raue: "Wer die Herkunft von über 1.400 Bildern selber recherchieren will, braucht bei optimistisch geschätzten zehn Tagen pro Werk 40 Jahre."

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