Österreich

Neffentrick-"Opfer" lieferte Betrüger ans Messer

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:53

Ein couragierter 74-jähriger Pensionist hat der Polizei in Oberösterreich geholfen, einen mutmaßlichen Neffentrick-Betrüger aus dem Verkehr zu ziehen. Der 19-jähriger Pole sitzt derzeit in Linz in Untersuchungshaft. Der Mann, der laut Polizei "sehr gut als Schauspieler in Hollywood Platz finden würde" hatte den Verdächtigen in eine Falle gelockt. Die Suche nach den Hintermännern läuft auf Hochtouren.

Ein couragierter 74-jähriger Pensionist hat der Polizei in Oberösterreich geholfen, einen mutmaßlichen Neffentrick-Betrüger aus dem Verkehr zu ziehen. Der 19-jähriger Pole sitzt derzeit in Linz in Untersuchungshaft. Der Mann, der laut Polizei "sehr gut als Schauspieler in Hollywood Platz finden würde" hatte den Verdächtigen in eine Falle gelockt. Die Suche nach den Hintermännern läuft auf Hochtouren.
Der Pensionist war Mitte Oktober von dem Betrüger angerufen worden. Der 74-Jährige entpuppte sich für die Polizei als Glücksgriff und spielte den Lockvogel. Vor der Übergabe von 24.000 Euro wurde er vom von einem Anrufer in einer regelrechten Schnitzeljagd durch Linz gelotst. Schließlich musste er das Geld einem Taxler aushändigen, der mit der Sache laut Polizei nichts zu tun hatte. Er hatte lediglich den Auftrag, ein Paket abzuholen und an die Ecke Landstraße/Bismarckstraße zu bringen. Dort übernahm der "Abholer" das Geld. Dabei klickten für den 19-jährigen Polen die Handschellen.

Die Vorgehensweise, die laut Polizei besonders niederträchtig, da hauptsächlich ältere, gutgläubige Menschen zu den Opfern zählen, ist stets die selbe.  Der "Keiler" ruft an und hält über Telefon Kontakt mit dem Opfer. Der "Logistiker" teilt dann einen "Abholer" ein. Die Ermittlungen sind meist schwierig, weil es so gut wie immer einen Auslandsbezug gebe, schilderte Staatsanwalt Philipp Christl.

Meist sei davon auszugehen, dass die Täter gewerbsmäßig handeln, allerdings ist das schwer nachzuweisen. Ein Instrument dafür ist die : "Es wäre eine Katastrophe, wenn man uns dieses Werkzeug wegnehmen würde", warnte der Kriminalist.

 

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