Nehammer fescher geworden, aber nicht so fesch wie Kurz

Karl Nehammer im Interview mit "Heute".
Karl Nehammer im Interview mit "Heute".Helmut Graf
Am Samstag wird Karl Nehammer ÖVP-Chef. "Heute" fragte die Österreicher nach ihrer Meinung über ihn. Ergebnis: An Sebastian Kurz kommt er nicht heran. 

Kanzler Karl Nehammerwar zuletzt eifrig darum bemüht, sich von Vorgänger Sebastian Kurz immer deutlicher abzugrenzen. Dessen Persönlichkeitswerte beim Amtsantritt 2017 hätte er wohl trotzdem gerne. Das lässt die aktuelle „Heute“-Umfrage von "Unique Research" vermuten:

Nur 62 % halten Nehammer für ehrgeizig. Im Dezember waren es noch 70 % – beides weit entfernt von den 90 % des Altkanzlers.

Nehammer nur für 46 % "durchsetzungsfähig"

Noch schlechter sieht es bei der „Durchsetzungsfähigkeit“ aus: Nicht einmal jeder zweite Befragte schreibt Nehammer diese Eigenschaft zu. Ein desaströser Wert für einen Kanzler. Der massive Rückgang gegenüber Dezember (70 %) ist laut Meinungsforscherin Alexandra Siegl auf den wieder erstarkten Einfluss der Bundesländer und den nicht abgesprochenen Köstinger-Rücktritt zurückzuführen.

Konstant weniger als die Hälfte der Befragten bezeichnen den Kanzler als kompetent. Über Kurz sagten das immerhin sieben von zehn Österreichern. 21 % halten Nehammer sogar für gar nicht (!) kompetent.

Bei den „soften“ Eigenschaften fällt der Vergleich etwas schmeichelhafter aus: Sympathisch finden den Kurz-Nachfolger immerhin 42 % (Dezember: 39 %). Der Wert von Kurz: 67 %.

Graue Haare kommen gut an

Dass die Troubles der vergangenen Wochen Nehammer immer mehr graue Haare beschert haben, nützt ihm offenbar mehr als es ihm schadet: Als fesch beurteilen ihn 37 %, immerhin 5 % mehr als im Dezember. An Kurz kommt er aber auch hier nicht heran: Dessen Äußeres hielten vor fünf Jahren 52 % für attraktiv.

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