Neil Young (80) hat genug: Der kanadisch-US-amerikanische Musiker zieht erneut gegen das politische Lager von Donald Trump (80) vor Gericht. Grund ist die Nutzung seines Klassikers "Rockin' in the Free World" bei einer Wahlkampfveranstaltung am 12. Oktober im US-Bundesstaat Ohio.
Bei der Kundgebung in Youngstown soll der Song kurz vor Trumps Auftritt auf der Bühne gelaufen sein - ohne die nötige Lizenz. Der Rockstar verlangt nun zehn Millionen Dollar Schadensersatz, umgerechnet rund 8,9 Millionen Euro.
Wie das US-Magazin "Rolling Stone" berichtet, wurde die Klage vor einem Bundesgericht in Virginia eingereicht. Beklagt ist das Trump 47 Committee, ein Spendenkomitee des US-Präsidenten. Trump selbst ist nicht als Beklagter genannt.
Der Streit zwischen Young und Trump ist nicht neu. Schon 2020 hatte der Musiker eine Klage eingereicht, die damals mit einem Vergleich endete. Darin soll sich Trumps Wahlkampforganisation verpflichtet haben, Youngs Musik nie wieder ohne dessen Erlaubnis zu verwenden.
In der aktuellen Klageschrift heißt es, Trump sei sich "persönlich bewusst" gewesen, dass für das Abspielen eine Lizenz nötig ist - und dass Young diese niemals erteilen würde. Bereits 2015 hatte der Rocker gegen die Nutzung seines Songs bei Trumps Wahlkampfstart protestiert.
Mit seinem Protest ist Neil Young nicht allein. Auch Künstler wie die White Stripes, Rihanna, Axl Rose, Pharrell Williams und Linkin Park haben sich öffentlich gegen die Verwendung ihrer Songs durch Trump gewehrt. Selbst die Nachlassverwalter von Tom Petty und Sinéad O'Connor stellten sich gegen den US-Präsidenten.