Nein, kein Schnee – das sind Salzteppiche in Wien

In der Schönbrunner Allee wurde mehrmals gestreut.
In der Schönbrunner Allee wurde mehrmals gestreut.LR Alexander M.
In der kalten Jahreszeit wird heuer besonders viel Salz gestreut. Sogar vor Grünflächen macht man nicht halt. Und das trotz Streuverbots.

Die Kälte der vergangenen Tage hat sichtbare Folgen – nicht nur auf Gehsteigen und Straßen: "Die exzessive Salzstreuung hat eine neue Dimension erreicht – sie macht auch vor geschützten Grünflächen nicht halt. Sogar in und rund um besonders geschützte Naturdenkmäler wird in Bausch und Bogen Salz gestreut, etwa heuer schon mehrmals in der Schönbrunner Allee (Meidling)", beschwert sich Alexander Mayr-Harting von der Initiative "Zukunft Stadtbaum".

Hunde müssen leiden

Trotz Streuverbots – es gilt im Umkreis von zehn Metern rund um "unversiegelte Flächen" wie Wiesen und Baumscheiben –   liegt vielerorts eine dicke Salzschicht und schädigt nicht nur die Umwelt: "Die Hunde bekommen davon wunde Pfoten", meint "Heute"-Leserin Marion F., die sich über den Salzbelag in der Malfattigasse (Meidling) ärgert.

Streu-Verstöße können bei der MA 22 (Umweltschutz) gemeldet werden. Wichtig: Für Gehsteige sind die angrenzenden Eigentümer verantwortlich, für Straßen die MA 48 – Letztere setzt auf Feuchtsalz: "Durch die sehr niedrigen Temperaturen war vorige Woche der Einsatz von Auftaumitteln unumgänglich. Obwohl die Mengen gering sind, sieht der dünne Film von getrocknetem Salz schlimm aus. Mit dem nächsten Niederschlag werden die Straßen wieder reingewaschen", beruhigt eine Sprecherin der MA 48.

Sogar Grünflächen werden mit Salz bestreut.
Sogar Grünflächen werden mit Salz bestreut.LR Alexander M.
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