Nein zu einer berittenen Polizei in Wien

So könnte es Wien bald aussehen, zumindest wenn es nach Innenminister Kickl ginge.
So könnte es Wien bald aussehen, zumindest wenn es nach Innenminister Kickl ginge.Bild: EPA

Innenminister Herbert Kickl (FP) überlegt, eine berittene Polizei in Wien einzusetzen. Dagegen will sich "Vier Pfoten" mit einer Online-Petition wehren.

Kickls Idee einer berittenen Polizei lässt die Wogen hochgehen. Tierschützer und auch die Opposition sprechen sich vehement dagegen aus. Am Mittwoch wurde nun auch eine Online-Petition gegen die Pferde-Polizei ins Leben gerufen.

"Tiere dürfen nicht gegen Menschen eingesetzt werden. Fordere Innenminister Herbert Kickl auf, seine Pläne zum Einsatz von Polizeipferden zurückzunehmen", heißt es auf der Homepage der von "Vier Pfoten" ins Leben gerufenen Aktion.

Kampagnenleiterin Martina Pluda erklärt: "Es gilt, jede Gefahrensituation zwischen Mensch und Tier zu vermeiden. Gerade im Einsatz von Pferden etwa auf Demonstrationen und Fußballspielen sind sowohl Menschen als auch Tiere Verletzungsrisiken ausgesetzt." Denn auch wenn die Pferde und Reiter gut ausgebildet sind, sei – gerade bei Stresssituationen – das Verletzungsrisiko groß.

Große Risiken für Tier und Mensch

"Die Pferde können zwar durch das Training lernen, ihrem Reiter zu gehorchen und diesem zu vertrauen, aber sie würden sich niemals freiwillig in die täglich geforderten gefährlichen Situationen bringen. Und die Beherrschbarkeit der Pferde hängt auch eng mit der Ausbildung, Fähigkeit und dem Charakter des Reiters zusammen. Pferde reagieren auch erwiesenermaßen auf einen nervösen Reiter ihrerseits mit Stress", so die Bedenken von Pluda.

Am Donnerstagmorgen haben fast 1.100 Personen die Online-Petition unterzeichnet.

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(red)

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