Die neue Partei NEOS schafft dem vorläufigen Ergebnis zufolge mit 5,1 Prozent auf Anhieb den Sprung in den Nationalrat. NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz hat dabei in seiner Heimatgemeinde abgeräumt: Die NEOS kamen in Dalaas, Vorarlberg, auf 39,9 Prozent der Stimmen und wurden dort damit sogar stimmenstärkste Partei.
Die schafft dem vorläufigen Ergebnis zufolge mit 4,8 Prozent auf Anhieb den Sprung in den Nationalrat. NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz hat dabei in seiner Heimatgemeinde abgeräumt: Die NEOS kamen in Dalaas, Vorarlberg, auf 39,9 Prozent der Stimmen und wurden dort damit sogar stimmenstärkste Partei.
Wovon sich die NEOS in den vergangenen Tagen stets überzeugt zeigten, zeichnet sich nach den ersten Hochrechnungen zur heutigen Nationalratswahl ab: Die neue Partei, die gemeinsam mit dem Liberalen Forum (LIF) als Wahlbündnis angetreten ist, wird vermutlich im nächsten Parlament vertreten sein. "Ein Jahrhundertprojekt ist gelungen", zeigte sich NEOS-Chef Matthias Strolz in einer ersten Reaktion euphorisch.
"Gekommen, um zu gestalten"
"Österreich ist ein großes Stück mutiger geworden." Im Falle des Verlusts der einfachen Mandatsmehrheit von SPÖ und ÖVP sei man auch bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. "Wir sind gekommen, um zu gestalten."
"Ein großer Tag"
Für Strolz ist es jedenfalls "ein großer Tag". Erstmals in der Zweiten Republik habe eine "Bewegung aus dem Volk" beim ersten Wahlantritt den Sprung ins Parlament geschafft. "Die Botschaft dieses Wahlabends ist: Es ist möglich", sagte Strolz und legte sofort inhaltlich nach. "Warum soll also nicht auch Bewegung in der Bildung oder bei den Pensionen möglich sein?" Den Erfolg seiner Partei erklärte er sich als "Mischung aus vielen Zutaten". "Unser Erfolgsrezept ist Idealismus gepaart mit Anpackerqualitäten. Und das konnten wir glaubhaft vermitteln." Sollten SPÖ und ÖVP doch noch die Mandatsmehrheit verlieren, sei man jedenfalls für Gespräche offen.
"Bereit, Verantwortung zu übernehmen"
"Man muss in der Königsdisziplin natürlich bereit sein, auch Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen", betonte Strolz. Schließlich hätten die NEOS Leute mit genügend Erfahrung und Kompetenz. "SPÖ und ÖVP werden als Verlierer des Tages gut beraten sein, sich zu fragen, ob eine Koalition der Verlierer nicht vielleicht die falsche Botschaft ist."
"Wir können gut miteinander"
Was dieses Ergebnis für das Wahlbündnis mit dem LIF bedeute, konnte Strolz noch nicht konkret sagen, da man diesbezüglich die Mitgliederversammlungen beider Bewegungen in der kommenden Woche abwarten müsse. "Aber man sieht: Wir können gut miteinander." Aufgrund etliche Schnittflächen sei es aus seiner Sicht "logisch, wenn wir die Integration weiter vorantreiben. Wir haben uns gefunden und gehören zusammen."
Strolz stammt aus Wald am Arlberg, einem Ortsteil von Dalaas. Weniger Freude dürfte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) mit dem Resultat in seiner Heimatgemeinde haben: Die Volkspartei verlor in Frastanz (Bezirk Feldkirch) 2,4 Prozentpunkte, blieb mit 24,6 Prozent aber stimmenstärkste Partei. Auch in den übrigen Gemeinden Vorarlbergs - im Klostertal etwa - durften sich die NEOS über sehr gute Ergebnisse freuen.