Es ist an sich eine recht unspektakuläre Routine: Scheidet ein Mitglied einer Partei aus dem Gemeinderat aus, wird ein Nachfolger angelobt. Danach entscheidet die jeweilige Partei, in welche Ausschüsse der Neuling geschickt wird. Das geschieht normal intern und ohne viel Aufsehen.
Die Linzer Neos allerdings wählten einen Weg und fochten ihre Grabenkämpfe sozusagen ganz offen aus. Aber der Reihe nach: Weil Felix Eypeltauer den Gemeinderrat verließ, folgte ihm Olga Lackner. So weit war alles ganz normal. Doch bei der Besetzung der Ausschüsse gab es Querschüsse.
Denn Fraktionskollegin Elisabeth Leitner-Rauchdobler war so gar nicht begeistert von mancher Entscheidung und tat dies auch im versammelten Gemeinderat kund, was doch eher ungewöhnlich ist. Am Ende gab es dann aber doch Lösungen und man konnte die restlichen Tagespunkte abarbeiten.
Das Verhalten der Neos-Fraktion sorgt aber auch Tage nach dem Gemeinderat noch immer für Verwunderung und Belustigung bei den anderen Parteien…