Neos Wien-Chef Wiederkehr hat schon neunmal gekifft

Im "Interview in Zahlen" mit der Zeitschrift "Das Biber" verrät Neos Wien-Chef Christoph Wiederkehr wie oft er schon zum "Jolly" griff, wieviele Hemden er besitzt und wie hoch die Chance auf Rot-Pink in Wien ist.
Im "Interview in Zahlen" mit der Zeitschrift "Das Biber" verrät Neos Wien-Chef Christoph Wiederkehr wie oft er schon zum "Jolly" griff, wieviele Hemden er besitzt und wie hoch die Chance auf Rot-Pink in Wien ist."Das Biber"
Im "Interview mit Zahlen" verrät Christoph Wiederkehr wie hoch die Chance auf Rot-Pink in Wien steht und wie oft er schon gekifft hat.

Über die konkreten Inhalte der Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und Neos herrscht zu weiten Teilen schon Schweigen. Auskunftsfreudiger zeigte sich der Landesparteiobmann der Wiener Neos Christoph Wiederkehr in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Das Biber". Darin verrät er, wie hoch die Chance auf Rot-Pink tatsächlich steht und wieviele Hemden er während der Verhandlungen maximal durchschwitzen kann.

Chance auf Rot-Pink in Wien bei 50 Prozent

Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Wien tatsächlich erstmals zu einer Koalition zwischen SPÖ und Neos kommen könnte, beziffert Wiederkehr mit 50 Prozent. Bis es soweit ist, wird noch fleißig verhandelt - neun Hemden kann der Neos-Wien dabei durchschwitzen, mehr hat er nach eigenen Angaben nicht. Dabei herrscht in vielen Bereichen offenbar schon jetzt Einigkeit: etwa bei der Aufnahme von Kindern aus dem Flüchtlingslager Moria (Wiederkehr will 300 Kinder aufnehmen) oder bei der Absicherung städtischer Betriebe. Hier will Wiederkehr "null Prozent" privatisieren. Spätestens ab dem Jahr 2080 wird Wien aber keinen SPÖ-Bürgermeister mehr haben, glaubt der Neos-Chef.

Den amtierenden SP-Bürgermeister Michael Ludwig sieht Wiederkehr politisch "zehn Meter" links der Mitte, ÖVP Wien-Chef Gernot Blümel hingegen als "75 Meter" rechts der Mitte. Eine deutliche geringere Zahl nennt der Neos-Chef auf die Frage, wie viele Menschen er kennt, die an Corona erkrankt sind: "Acht" lautet die Antwort.

Maximal 18 Schüler pro Klasse und Ethikunterricht ab 1. Schulstufe

Ein Eckpunkt der Verhandlungen ist der Bereich Bildung: Hier will Wiederkehr im Fall einer Regierungsbeteiligung zusätzlich 40 Millionen Euro investieren. Die maximale Schüleranzahl pro Klasse soll auf 18 sinken. Daneben will Wiederkehr bereits ab der 1. Schulstufe einen verpflichtenden Ethikunterricht. Religion spielt in Wiederkehrs Leben hingegen keine Rolle. Auf einer Skala von 1 bis 10 (1 gar nicht gläubig und 10 sehr gläubig) reiht Wiederkehr seine Gläubigkeit mit 1 ein.

Gekifft hat Wiederkehr bisher neunmal, viel öfter (genau 50 Mal) hat der Parteichef zur Shisha gegriffen. Trotz der Geselligkeit, kannten viele Wiederkehr im vergangenen Wahlkampf noch nicht. Ingesamt 100 Mal musste er sich erst namentlich vorstellen. Um Wiederkehrs Bekanntheit zu erhöhen und für ihre Themen zu werben, ließen die Neos im Wahlkampf insgesamt zwei Millionen Euro springen.

Sein Monatsgehalt als Obmann der Neos Wien gibt Wiederkehr mit 6.800 Euro netto an. Dieses Gehalt will er aber nur noch höchstens 13 Jahre lang beziehen, denn Politiker sollten maximal 15 Jahre in der Politik bleiben, glaubt Wiederkehr. Zwei davon hat er schon (im Oktober 2018 übernahm Wiederkehr den Landesparteivorsitz von Beate Meinl-Reisinger, Anm.).

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