Österreich

NEOS zeigen, wie die FPÖ-Kandidaten ticken

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:32

Die FPÖ hat die ersten 15 Kandidaten für die Wien-Wahl am Mittwoch vorgestellt. Am Freitag wurden die ersten zehn Kandidaten erneut präsentiert und zwar von den NEOS Wien. Sie stellten vor der Albertina Porträts der Politiker mit von ihnen getätigten, umstrittenen Sagern auf. Hinter der Aktion stand die Frage: "Spricht diese FPÖ wirklich IHRE Sprache?"

Die FPÖ hat am Mittwoch vorgestellt. Am Freitag wurden die ersten zehn Kandidaten erneut präsentiert und zwar von den NEOS Wien. Sie stellten vor der Albertina Porträts der Politiker mit von ihnen getätigten, umstrittenen Sagern auf. Hinter der Aktion stand die Frage: "Spricht diese FPÖ wirklich IHRE Sprache?"

Aussagen wie "Wir sind die neuen Juden" (Heinz Christian-Strache), "Michael Häupl, der 'Türken-Bürgermeister'" (Maximilian Krauss) oder "'Homo-Ampeln' sind nicht nur Geldverschwendung, sondern auch gefährlich" (Dominik Nepp) wurden im Zuge der Präsentation erwähnt.

"Rechte Rülpser gehören zum guten Ton"

"Ich bin erschüttert und verstört, wenn ich solche Worte höre", sagte Beate Meinl-Reisinger, Spitzenkandidatin der NEOS Wien vor der Albertina vor Journalisten. "Diese rechten Rülpser gehören in der Strache-FPÖ zum guten Ton", so die NEOS-Politikerin, die auch darauf verwies, dass unter den Top-10-Kandidaten fünf Burschenschafter seien.

Die NEOS verliehen den FPÖ-Politikern Namen wie "Der ewige Hass-Prediger" (Heinz-Christian Strache), "Der schöne Russenversteher" (Johann Gudenus) oder "Die wackere Kreuzritterin" (Petra Steger, Tochter des Ex-FPÖ-Chefs Norbert Steger).

FPÖ-Erneuerungswille nur "Fassade"

Insgesamt würden in Wien zwei Parteien Veränderung versprechen - die NEOS und die FPÖ. "Die Positionierung der FPÖ, für diese dringende Erneuerung Wiens zu stehen", sei jedoch nur "Fassade". Die FPÖ sei Teil des Systems, habe drei nicht-amtsführende Stadträte, zahlreiche Bezirkvorsteherstellvertreter und kassiere Parteiförderungen.

Die NEOS hingegen stünden für eine Veränderung, allerdings ohne Strache. "Ich würde mich schämen, wenn Strache Bürgermeister wird", sagte Meinl-Reisinger. Sie wolle einen Aufbruch in Wien und "keinen nationalistischen Dammbruch".

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