Hundekot- und Sperrmüll-Ärger in Wien-Favoriten! "Heute"-Leserin Renate* (Name von der Redaktion geändert) ärgert sich schon lange, wenn sie durch ihr Grätzl spaziert. Immer mehr Dreck, immer mehr Hundekot findet sie im öffentlichen Raum.
Konkret geht es um den Bereich von der Laxenburger Straße über die Hardtmuthgasse, vorbei am Paltramplatz bis hin zur Fernkorngasse im 10. Wiener Bezirk. Laut der Anrainerin habe sich die Situation "seit Silvester massiv verschlechtert". Leserreporter-Fotos dokumentieren verdreckte Baumscheiben und Gehsteige. Auf Beschwerden soll es keine zufriedenstellende Reaktion gegeben haben.
"Die Verschmutzung hat ein Ausmaß erreicht, das für Anrainer kaum noch erträglich ist", schildert "Heute"-Leserin Renate. Besonders schockierend: "Nahezu alle Baumscheiben sind vollständig mit Hundekot übersät."
Teilweise lägen die Fäkalien sogar direkt auf den Gehwegen. Ein Ausweichen sei kaum möglich. "Man muss ständig aufpassen, wo man hintritt", so die verärgerte Leserin.
Mehrfach habe sie die Missstände über die Wien-App gemeldet, auch andere Hinweise seien erfolgt – doch passiert sei offenbar nichts. "Seit Wochen gibt es keine erkennbare Reinigung. Man hat den Eindruck, dass dieser Teil des Bezirks schlicht vergessen wurde."
Besonders brisant: In dem betroffenen Gebiet befinden sich mehrere Schulen. Zahlreiche Kinder sind täglich zu Fuß unterwegs. "Es handelt sich um häufig genutzte Schulwege. Das ist einfach kein Zustand", betont die Anrainerin.
Bei vielen Nachbarn sei die Frustration mittlerweile groß. "Auch wir im 10. Bezirk zahlen Steuern und haben ein Recht auf Sauberkeit und ein halbwegs gepflegtes Wohnumfeld", so Renate gegenüber "Heute".
"Heute" hat bei der zuständigen MA 48 um Stellungnahme angefragt. Der angesprochene Bereich würde demnach regelmäßig gereinigt und auch mit ausreichend Papierkörben der MA 48 ausgestattet werden. "Waste Watcher" seien darüber hinaus im Bezirk im Einsatz.
Die Pressestelle der MA 48 weist indes darauf hin, dass die Reinigung der Gehsteige in der Zuständigkeit der jeweiligen Liegenschaftseigentümer liegt.
Werden Verstöße gegen das Wiener Reinhaltegesetz festgestellt – etwa durch nicht ordnungsgemäß entsorgten Hundekot oder andere Verunreinigungen, –werden entsprechende Strafen verhängt. Allein im Jahr 2025 wurden laut der MA 48 rund 17.000 Strafen wegen Verunreinigung verhängt.
"Leider ist die notwendige Sorgfalt im Umgang mit der Sauberkeit des öffentlichen Raums nicht bei allen Hundehaltern und Passanten in ausreichendem Maß gegeben. Seitens der MA 48 werden daher weiterhin regelmäßige Kontrollen und Reinigungen durchgeführt", heißt es abschließend.