Viele Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens. Am Beispiel von Haselnuss, Hirschgeweih und der Arbeit von Regenwürmern gibt "NETZ NATUR" erstaunliche Antworten auf diese uralte Frage. Alles beginnt mit einer einfachen Haselnuss. Aus ihr keimt ein Busch - und zwar dort, wo ihn ein Eichhörnchen gepflanzt hat - ein Nagetier, das von Nüssen und Tannzapfen lebt und seinerseits für Marder oder Greifvögel wie Sperber Nahrung bedeutet. Der Busch selbst ist Versteck, Wetterschutz und Nahrung für einen ganzen Kosmos von Lebewesen. Und um sich fortzupflanzen, schüttet er seine Pollen ganz früh im Jahr in den Wind, bevor die Blätter austreiben und die weiträumige Verbreitung seines Blütenstaubs behindern. Alles im Leben dieser Pflanze ergibt einen Sinn. Wozu eigentlich tragen Hirsche 15 Kilogramm Geweihknochen auf dem Kopf mit sich herum, die sie jedes Jahr vollständig erneuern? Welchen Sinn macht all dieser Aufwand? Und was wird mit der unzählbaren Flut von Blättern, die im Herbst im Wald und in den Gärten von den Bäumen fallen und über den Winter auf mysteriöse Art und Weise verschwinden? Wer besorgt im Wald das heimliche Recycling, damit wir Menschen über die Jahre nicht allmählich unter einer dicken Schicht von Blättern ersticken? "NETZ NATUR" hat sich nächtelang mit Infrarotkameras auf die Lauer gelegt, um den heimlichen Waldarbeitern und dem tiefgreifenden Sinn ihrer Arbeit auf die Spur zu kommen. Wo man hinschaut und die Spur aufnimmt, wird schnell klar, dass man all die Lebewesen, die neben uns existieren, nicht für sich allein betrachten kann. Man kann sie nur verstehen, wenn man sie in einen Zusammenhang mit dem Leben anderer Tiere und Pflanzen sieht. Erst mit dem Blick aufs Ganze wird der Sinn jedes einzelnen Daseins deutlich. Und von diesem Blick auf die Natur könnten wir Menschen einiges lernen.