Neu Leopoldau: 1.400 Wohnungen statt Gaswerk

Das Wohnbau-Projekt auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau steht in den Startlöchern. Ganze 1.400 Wohnungen sollen auf dem Gelände errichtet werden.

Weg frei für das Wohnbau-Projekt auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau: Am Montag verkündeten die Wiener Stadtwerke, dass die Umsetzung des Wohnbau-Projekts starten kann.

Stadtwerke: "Wien leistet mit diesem Projekt Pionierarbeit"

"Mit diesem Projekt leistet Wien absolute Pionierarbeit. Aus dem ehemaligen Industrieareal Gaswerk Leopoldau wurde in jahrelanger Arbeit die Grundlage fur ein durch und durch lebenswertes junges Stadtgebiet geschaffen, die Wohnzukunft vieler Familien und junger Menschen", freut sich Peter Weinelt, Generaldirektor-Stellvertreter der Wiener Stadtwerke.

1.400 Wohnungen sollen auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Leopoldau in Floridsdorf entstehen. Unter dem Motto "Neu Leopoldau" soll das Industrie-Areal zu einem neuen Stadtteil mit Wohnungen für Familien und junge Menschen werden. Auf einer Teilfläche von 13,5 Hektar auf dem insgesamt 42 Hektar großen Areal sollen 1.000 Wohneinheiten unter dem Motto "Junges Wohnen" von der Stadt Wien gefördert werden.

Altlast gesichert

Hohe Umwelt- und Sicherheitsstandards werden beim "Projekt Neu Leopoldau" angelegt. Die "Altlast" gilt laut Umweltbundesamt seit 2013 als gesichert. Zahlreiche Bodenuntersuchungen seit den 1990er Jahren gingen den Planungen fur die kunftige Nutzung voraus. In den Jahren 2004 bis 2006 wurde durch Umschließung des Kontaminationszentrums mit einer 1,3 Kilometer langen Doppelkammerdichtwand und durch die Herstellung einer Sperrbrunnenreihe im Abstrom zur Fassung kontaminierter Wässer der Altstandort abgesichert. Außerdem wurden eine Wasseraufbereitungsanlage sowie Versickerungsbrunnen errichtet und rund 70.000 Tonnen Erdreich ausgetauscht.

"Brachliegende alte Standorte wieder nutzen"

An mehreren Stellen seien Proben entnommen worden, so das Umweltbundesamt. Und: Die Messwerte seien unbedenklich gewesen. "Brachliegende alte Standorte wieder zu nutzen, hat Vorrang vor der Ansiedlung auf der grunen Wiese", so Karl Kienzl vom Umweltbundesamt.

Fur die Umsetzung des Vorhabens hat die Grundeigentumerin Wiener Netze GmbH mit der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft, die "Neu Leopoldau Entwicklungs GmbH", gegrundet.

Das "LeoMobil" soll die Bewohner künftig über das Projekt – etwa über das Mobilitätsangebot – informieren.

Aktuell hat auch der Stadtrechnungshof den Planungsprozess Neu Leopoldau gepruft, die Ergebnisse sollen in Kurze vorliegen.

(gem)

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