Neubau zahlt Künstlern nun rund 1.300 Euro Grundgehalt

Der Bezirk Neubau unterstützt 49 Künstlern mit 1.300 Euro Grundgehalt. Bezirkschef Markus Reiter und die Vorsitzende der Kulturkommission Neubau, Anna Babka (beide Grüne) stellten das Projekt vor.
Der Bezirk Neubau unterstützt 49 Künstlern mit 1.300 Euro Grundgehalt. Bezirkschef Markus Reiter und die Vorsitzende der Kulturkommission Neubau, Anna Babka (beide Grüne) stellten das Projekt vor.Screenshot Facebook
Mit den Stipendien will der Bezirk Neubauer Künstlern durch die Corona-Krise helfen. 49 Tickets werden vergeben, bewerben geht ab jetzt.

Ingesamt 150.000 Euro stellt der Bezirk als "Neubauer Kultursicherung" aus dem Bezirks-Budget zur Verfügung. Gerade Künstler seien von der Coronakrise besonders betroffen, da viele von ihnen nicht in einem konventionellen Arbeitsverhältnis stehen und so Gefahr laufen in Armut abzurutschen. "Um gemeinsam die Krise durchzustehen, haben wir ein  Arbeitsstipendium ins Leben gerufen", erklärte Bezirkschef Markus Reiter (Grüne), der die neue Förderung heute, Mittwoch, gemeinsam mit der Vorsitzenden der Kulturkommission Neubau, Anna Babka (Grüne) sowie Georgij Makazaria,Musiker der Band Russkaja, im Wiener Off Theater in der Kirchengasse 41 vorstellte. 

Die Corona-Krise habe die prekäre Lage von Kunstschaffenden aufgezeigt, deren Situation "grundlegend neu zu denken" sei, so Reiter. Mit der Aktion will der 7. Bezirk seine Rolle als "Pionierbezirk" zementieren: Nach der 1. "Kühlen Meile" in der Zieglergasse zeigt der Bezirk nun auch mit dem höchsten Kulturbudget pro Kopf auf. Die Erhöhung des Kulturbudgets um 150.000 Euro wurde bereits beschlossen, das bedeutet eine 75prozentige Erhöhung des jährlichen Kulturbudgets. Ingesamt stehen damit nun 350.000 Euro für Bezirkskulturförderung bereit, das sei "das Fünffache des Wiener Durchschnitts", wurde betont.

Bewerbung für 49 Arbeitsstipendien läuft bereits

Im Rahmen der Neubauer Kultursicherung werden 49 Stipendien vergeben und für zwei Monate ausbezahlt. Die Höhe beträgt pro Monat 1.286 Euro, sofern kaum Nebeneinkünfte vorliegen und 967 Euro für Künstlern mit relevanten Nebeneinkünften. Antragsteller, die in staatlichen Hilfsfonds (etwa dem Härtefall-Fonds oder dem Überbrückungsfonds für Künstler) nicht zum Zug kommen, werden bei der Vergabe bevorzugt.

Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die in Neubau hauptwohnsitzgemeldet sind oder dort ihren Betriebsstandort haben. Besonderes Augenmerk will der Bezirk auf die unbürokratische und faire Abwicklung der neuen Kultursicherung legen. Die Arbeitsstipendien werden jenen 49 Künstlern zugesprochen, die alle Antragskriterien erfüllen. Eine parteiübergreifende Jury ist für die Auswahl zuständig. Für die Prüfung der Künstler-Eigenschaft sind Experten aus den jeweiligen facheinschlägigen Interessensvertretungen beratend tätig.

Die Förderschiene wurden in ungewohnter Einigkeit entschieden, nur die FPÖ stimmte im Bezirksparlament dagegen. Alle Infos zur neuen Kulturförderung und der Antragstellung findest Du hier.

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