Neue "Arztvisite2020" regelt Betreuung zuhause

Ärztliche Betreuung zuhause (Symbolbild).
Ärztliche Betreuung zuhause (Symbolbild).Bild: iStock

Gemeinsam haben das Land NÖ, Ärztekammer, Gebietskrankenkasse, Notruf, Rotes Kreuz und Samariterbund eine Initiative zur Betreuung von Corona-Patienten zuhause ins Leben gerufen.

Um die Versorgung von Corona-Patienten geht es bei der neuen Initiative "Arztvisite2020". Neben der Versorgung in den Krankenhäusern des Landes Niederösterreich wird damit ein wichtiger Schritt für die Versorgung von Patienten in deren Eigenheimen gesetzt.

"Ich danke allen Projektpartnern, mit denen wir gemeinsam in Rekordzeit das neue Modell ‚Arztvisite2020' auf den Weg bringen konnten, um den Menschen zu helfen und die bestmögliche Gesundheitsversorgung in den Regionen zu sichern", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) bei der Vorstellung des Gemeinschafts-Projekts.

Entlastung des System

"Bis zu 90 Prozent der an Corona erkrankten Menschen könnten ihre Krankheit aufgrund eines milden Verlaufs zu Hause auskurieren", betont Gesundheitslandesrätin Ulrike

Königsberger-Ludwig (SP). Diese Krankheitsfälle brauchen keine stationäre Behandlung in Krankenhäusern. Betreut werden sollten sie dennoch. Das ist nun mit dem mobilen Visitendienst möglich. Dadurch sollen Patienten, aber auch die in den Gemeinden ansässigen Hausärzte, deren Praxen häufig als erstes bei einem Corona-Verdacht angesteuert werden, entlastet werden.

"Damit können die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte die vielen nicht an Covid-19 erkrankten Menschen besser und sicherer betreuen. Denn man darf nicht übersehen, dass Menschen auch in Zeiten der Coronakrise unter ganz gewöhnlichen Krankheiten leiden, die ebenfalls eine Behandlung brauchen", erklärt der Präsident der NÖ Ärztekammer, Christoph Reisner.

Finanziert wird das neue Projekt vom Land NÖ und der Österreichischen Gesundheitskasse. Für das Funktionieren sorgen neben ausgewählten Ärzten aber auch der Notruf und die Sanitäter von Samariterbund und dem Roten Kreuz. Otto Pendl, Samariterbund Niederösterreich, dazu: "Eine notwendige und sinnvolle Ergänzung aller bisherigen Maßnahmen in der Covid-19 Krise." Der nö. Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll ergänzt: "In die Arztpraxis können diese Menschen nicht gehen – also bringen wir den Arzt mit einem Rettungswagen zu ihnen." Gestartet wurde die "Arztvisite2020" am 8. April.

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