Neue Befragung zu Herbstferien geplant

Bislang gibt es weder in der Politik noch unter Eltern, Lehrern und Schülern eine einheitliche Linie. Eine neuerliche Befragung soll dies jetzt ein für allemal klären.

"Neun Wochen sind für arbeitende Eltern ein Wahnsinn. Ich wäre für eine Kürzung auf sechs Wochen Sommerferien, dafür Herbstferien und länger frei zu Weihnachten und Ostern", hatte NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger im ORF-Sommergespräch am Montag gefordert. Dem erteilte das Bildungsministerium prompt eine Absage.

Man wolle "sicher keine Diskussion über sechs Wochen Sommerferien, Ja oder Nein" führen, hieß es auf Anfrage der APA. Bildungsminister Heinz Faßmann plant dafür offenbar eine eine neuerliche Befragung der Eltern, Schüler und Lehrer zum strittigen Thema Herbstferien.

"Es gibt kein klares Bild dazu"

Bis jetzt gab es unter diesen keine einheitliche Linie. Bei fast allen Umfragen der letzten Jahrzehnte waren jeweils knapp die Hälfte der Befragten für bzw. gegen Herbstferien.

"Es gibt kein klares Bild dazu – weder bei den Betroffenen noch bei den Interessensvertretern", klagt man im Ministerium. Deshalb werde man noch einmal systematisch mit allen Beteiligten reden und Meinungen einholen.

Grafik: Schulferien in Österreich (Quelle: APA)

Die Einführung der Herbstferien hatte sich Türkis-Blau bereits im Regierungsprogramm auf die Fahnen geheftet. Die Woche um Allerheiligen soll dafür herhalten, während dafür ein Teil der schulautonomen Tage geopfert werden soll. Seitens des Koalitionspartners ertönt Zustimmung: "Gerade diese zwei Tage sind für die meisten Eltern ein Problem", wird FPÖ-Bildungssprecher Andreas Mölzer im "ORF Teletext" zitiert. An der Länge der Sommerferien will man im Bildungsministerium unterdessen nicht schrauben.

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(red)

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