Die Terroranschläge der Hamas in Israel, die Ermordung von Kindern, alten, gebrechlichen Menschen und unschuldigen Familien haben auch die Spendenbereitschaft vieler Österreicher erhöht. Nur wenige Tage nach dem Massaker tauchten bereits erste Websites auf, die vermeintlich Geld für Israel sammeln.
Die "Watchlist Internet" warnt nun davor, nicht auf diese betrügerische Plattformen reinzufallen. "Vertrauen Sie Werbungen nicht blind und prüfen Sie das Unternehmen oder die Organisation genau", so das Unternehmen. Konkret wurden bereits fünf Fake-Webseiten entdeckt, die hilfsbereiten Menschen Geld aus der Tasche ziehen wollen: cryptoaidisrael.org, cryptoiadisrael.online, cryptoaidirsael.online, healingisrael.com und cryptoaidisreal.com.
"Bei unserer Recherche haben wir unzählige neuregistrierte Domains mit Israel- und Spendenbezug gefunden. Wir gehen davon aus, dass diese Internetadressen in Zukunft für betrügerische Spendenaufrufe verwendet werden."
Neben den falschen Homepages wird der Spenden-Betrug auch per Mail betrieben. "Darin geben sich Kriminelle als Privatpersonen aus, die über ihr schreckliches Schicksal berichten und um Hilfe bitten." Watchlist berichtet etwa von einer gängigen Betrugsmasche, bei der eine angebliche Schulleiterin um Spenden für Schüler bittet, die ihre Eltern suchen oder verloren haben. "Diese besonders tragischen Geschichten passieren in der Realität leider wirklich, in diesen Fällen, nutzen Kriminelle die Notlage vieler Menschen aber schamlos aus."
Die falschen Hilfesuchenden behaupten dabei nicht nur, aus Israel zu stammen, sondern auch aus dem Gaza-Streifen. Auch hier wird meist überzeugend eine furchtbare Geschichte von leidenden Kindern erzählt, die nun dringend finanzielle Hilfe benötigen. Watchlist Internet empfiehlt in jedem Fall: "Ignorieren Sie solche E-Mails und antworten Sie nicht!"
Wer helfen, dabei aber nicht auf Fake-Seiten reinfallen will, sollte an bekannte Organisationen spenden. "Achten Sie dabei darauf, dass Sie auf der echten Website sind. Sehr oft kopieren Kriminelle Portale von seriösen Spenden-Organisationen." Auf spendeninfo.at wird etwa über aktuelle Projekte informiert.