Die EU-Staaten wollen sich am Mittwoch erneut um eine gemeinsame Strategie im Umgang mit der chinesischen Corona-Politik bemühen. Dabei geht es um die Frage, ob und wie die Behörden Flugpassagiere aus China auf neue Varianten des Coronavirus testen sollten. Mehrere Mitgliedsländer haben in der vergangenen Woche bereits eigenständige Schritte ergriffen.
Belgien zum Beispiel will bei aus China eintreffenden Flugzeugen das Abwasser auf Hinweise von neuen, möglicherweise bedrohlichen Virus-Varianten prüfen. Besucher aus dem Reich der Mitte, die sich nicht wohlfühlen, werden darum gebeten, einen Test auf das Virus zu machen.
Die französische Regierung verlangt neu negative Tests und appelliert an ihre Bürger, vermeidbare Reisen nach China zu unterlassen. Das westeuropäische Land führt zudem auf Flügen von China nach Frankreich wieder eine Maskenpflicht ein.
Die spanische Regierung erklärte, sie verlange von allen Flugreisenden, die aus China eintreffen, negative Testergebnisse oder Impfnachweise. Als erstes Land hatte Italien negative Corona-Tests von Einreisenden aus der Volksrepublik eingefordert.
Kanada will das Abwasser aller internationalen Flüge, die in Vancouver oder Toronto landen, auf neue Covid-Varianten prüfen. Zusätzlich verlangt die kanadische Regierung einen negativen Corona-Test für Reisende aus China.
Marokko ging am Samstag sogar noch einen Schritt weiter: Ab dem 3. Januar dürften von China aus gestartete Reisende, "egal, welcher Nationalität" überhaupt nicht mehr einreisen. Die marokkanische Regierung will eine neue Corona-Infektionswelle im Land "mit all ihren Folgen" verhindern.