Niederösterreich

Neue Defibrillatoren sorgen für Freude und Verwunderung

In zwei Neudorfer Katastralgemeinden wurden jetzt neue Defibrillatoren aufgehängt, nachdem zunächst ein FPÖ-Dringlichkeitsantrag noch erfolglos war.
02.08.2020, 13:30

Bereits Mitte Mai erhob die Neudorfer (Bezirk Mistelbach) FPÖ rund um Lukas Umschaiden erstmals die Forderung nach der Anschaffung zweier Defibrillatoren für Katastralgemeinden Zlabern und Kirchstetten. „Ich durfte zwei Jahre lang als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz im Dienst der Gesundheit unserer Bevölkerung arbeiten. Aus dieser Erfahrung heraus weiß ich, dass gerade bei einem Notfall jede Sekunde zählt. Vor allem jetzt in den Sommermonaten ist das Herzinfarktrisiko besonders hoch“, so der Freiheitliche.

Bei der Gemeinderatssitzung im Mai wurde der dringliche Antrag der FPÖ-Fraktion von der ÖVP aber in den Gemeindevorstand verwiesen - "Heute" berichtete. „Trotz vorliegendem Konzept und fertigem Antrag hat man seitens der ÖVP leider Wochen verstreichen lassen. Wie vereinbart habe ich der Gemeinde und dem Bürgermeister unsere Vorschläge für die Auswahl der passenden Geräte und Kästen übermittelt. Ebenso war die Standortfrage geklärt und abgesprochen“, sagt Umschaiden.

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FPÖ hinterfragt "Miteinander"

Nun wurden die beiden Defibrillatoren doch aufgehängt, die Freiheitliche Fraktion im Gemeinderat informierte darüber aber offenbar niemand. "Obwohl die ÖVP im ganzen Land das Miteinander plakatiert und predigt, war ich doch überrascht, über die Montage der Defis durch die Medien erfahren zu müssen. Wenn es um die Gesundheit unserer Bevölkerung geht, sollten doch alle an einem Strang ziehen und Parteiinteressen an letzter Stelle stehen", so der Neudorfer FPÖ-Chef.

Gespendet wurden die Geräte von der Familie Auer-Welsbach, den Eigentümern des Schlosses Kirchstetten. "Erfreulich ist selbstverständlich, dass sich Spender gefunden haben und wir nun für den Ernstfall gerüstet sind. Was es jetzt braucht, ist eine Informationskampagne der Gemeinde, wie man die Defis richtig verwendet. Ich werde mich dafür starkmachen, dass wir gemeinsam mit dem Roten Kreuz für alle interessierten Bürger zu entsprechenden Info-Abenden einladen“, fordert Umschaiden.