Neue Details zum Absturz von NBA-Ikone Kobe Bryant

Kobe Bryant
Kobe Bryantimago sportfotodienst
Am 26. Jänner kam Kobe Bryant bei einem Hubschrauber-Absturz nahe Los Angeles ums Leben. Wäre das Unglück zu verhindern gewesen? Es gibt neue Details.

Der Hubschrauber mit Bryant, seiner 13-jährigen Tochter Gianna und sechs weiteren Personen zerschellte bei dichtem Nebel im hügeligen Gelände. Nun gibt es einen Faktenbericht, der neue Details zur Unfallursache ans Licht bringt. Demnach hätte der Flug wegen der schlechten Wetterbedingungen garnicht stattfinden sollen.

Pilot Ana Zobayan beklagte sich im Funk über schlechte Sicht, ehe der Hubschrauber mit etwa 300 km/h an der Bergwand zerschellte. Laut Bericht habe er den Neigungswinkel falsch eingeschätz und wegen der schlechten Sicht fälschlicherweise geglaubt, der Helikopter befinde ich sim Steigflug. Der Pilot funkte noch den Fluglotsen an, dass er auf 1.200 Meter Höhe steigen wolle, um über Wolken und Nebel zu kommen. Tatsächlich steuerte er den Hubschrauber aber in den Berghang.

Außerdem wird im Bericht festgehalten, dass sich der Helikopter während des Sinkflugs zur Seite neigte. Anzeichen für technische Probleme gab es aber nicht, es konnten auch keine Spuren von Alkohol oder Drogen beim Piloten nachgewiesen werden. 

Es bleibt die Frage, warum der Flug überhaupt stattfand. Der Pilot soll den Flugbeobachtern 45 Minuten vor dem Start durchgegeben haben, dass das Wetter "okay" aussehe. Richard Webb, der den Flug buchte und Besitzer der beteiligten Firma "OC Helicopters" ist, äußerte sich ähnlich.

Vier Piloten, die früher für "Island Express" flogen, wurden von den Ermittlern zur Firma befragt. Einige lobten die Firma, andere meinten, es habe Probleme mit den Sicherheits-Standards gegeben. Das Unternehmen beteuert dagegen, Flüge bei unsicheren Bedingungen öfter abzusagen. So sollen fünf Flüge von Clippers-Profi Kawhi Leonard aus diesem Grund gestrichen worden sein. Bis zum Unglück am 26. Jänner seien alleine in diesem Kalenderjahr 13 Flüge abgesagt worden.

Das Unternehmen bezeichnet die Unglücks-Ursache als "Höhere Gewalt". Einen abschließenden BEricht zur Unfallursache gibt es von den Ermittlern noch nicht.

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