Neue Dunkelziffer-Studie startet am Donnerstag

So läuft ein Coronatest-Abstrich ab. (Symbolbild)
So läuft ein Coronatest-Abstrich ab. (Symbolbild)Bild: picturedesk.com
Morgen soll eine zweite Stichprobenuntersuchung neue Infos zur Dunkelziffer in Österreich bringen.

Die erste Dunkelziffer-Studie brachte ans Licht, dass bis zu 67.400 Menschen in Österreich mit Corona infiziert sein könnten. "Der Eisberg ist größer als gedacht", sagte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann damals.

Zweite Studie ab Donnerstag

Damals, das war vor fünf Tagen. Stattgefunden hat die erste Studie - durchgeführt vom Institut SORA - zwischen 1. und 6. April. Noch im selben Monat, nämlich ab Donnerstag, den 16. April, soll die zweite Studie beginnen.

Wieder soll mit repräsentativen Stichprobenplänen auf das Vorhandensein des Coronavirus getestet werden. Zum Einsatz kommen PCR-Tests, die eine aktive Infektion feststellen.

Man will also nicht die Antikörper und damit die mögliche Immunität gegen die Krankheit erfassen, sondern eine Einschätzung wagen, wie viele gerade infiziert sind und womöglich so leichte Krankheitsverläufe haben, dass sie es selbst gar nicht merken.

Statistik Austria an Bord

Wie angekündigt ist diesmal nicht nur SORA, sondern auch die Statistik Austria mit an Bord. Sie hat eine Stichprobe von 2.800 Personen ab 16 Jahren zusammengestellt.

Die Ergebnisse dieser zweiten Dunkelziffer-Studie sollen Ende April vorliegen.

Im Unterschied zur ersten Studie bedient sich die Statistik Austria diesmal dem Melderegister zur Auswahl der Studie. SORA hat bei der ersten Runde öffentliche Telefonverzeichnisse als Grundlage benutzt. Auch der Fragebogen wird beim zweiten Mal nun erweitert.

So läuft die Studie ab

Die Forscher handeln wieder im Auftrag des Wissenschaftsministeriums und arbeiten bei der Durchführung mit dem Roten Kreuz (ÖRK) und der Medizinischen Universität Wien zusammen.

Die Teilnehmer - die per Zufallsverfahren aus dem Melderegister ermittelt wurden - werden ab Donnerstag per Post informiert. Sie nehmen freiwillig an der Studie teil, freiwillig melden kann man sich nicht.

Bis 19. April sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann einen Online-Fragebogen ausfüllen, bei dem sie auch ihre Mitmach-Bereitschaft erklären. Letzteres ist auch per SMS möglich, wenn man kein Internet hat, werden die Fragen per Telefon beantwortet.

Abstriche nötig

Dann wird es haptisch: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes besuchen im Anschluss alle Probanden und nehmen Abstriche und Proben für den PCR-Test. Dieser wird von der MedUni Wien ausgewertet.

Die Daten werden anonym weiterverarbeitet. Wer im Zuge der Studie positiv getestet wird und das noch nicht weiß, wird selbstverständlich vorrangig verständigt.

Diesmal - und das ist ein weiterer Unterschied zur ersten Studie - erfahren ALLE ihr Testergebnis. Auch wenn es negativ ist.

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