Neue Handy-Falle lässt deine Rechnung explodieren

Die Zahl der Opfer einer neuen Handy-Falle wächst rasant. Einmal eingefangen, treibt sie Kosten in die Höhe. Wie sie funktioniert, was du tun kannst.

In Österreich macht eine neue Handy-Falle die Runde. "Achtung: Derzeit erhält man auf Smartphones häufig Betrugs-SMS mit dem Hinweis, ein neues Voicemail sei da und über einen Link abrufbar. Ziel der Betrüger ist, dass man den Link anklickt und so Schadsoftware auf seinem Smartphone installiert", warnt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post eindringlich vor der neuen Betrugsmasche.

"In vielen uns gemeldeten Fällen verschickt die Schadsoftware massenhaft SMS und lässt somit die Handyrechnung in die Höhe schnellen", so der Experte. Innerhalb nur weniger Tage verzeichnete die RTR Meldestelle für Rufnummernmissbrauch mehr als 950 Beschwerden zu Fake-Voicemail-SMS. Die Betrüger kalkulieren dabei mit der Unvorsichtigkeit und der Neugier der Smartphone-Besitzer – und die Masche geht auf. Grund: Es ist durchaus üblich, dass Mobilfunkanbieter ihre Kunden per SMS über den Erhalt einer neuen Voicemail benachrichtigen, heißt es.

"Klickt man den darin enthaltenen Link an und stimmt der Installation einer App zu, wird es haarig"

"Mobilfunkanbieter nutzen in der Regel ganz bestimmte und immer dieselben Nummern für diese Services", informiert Steinmaurer und fügt hinzu: "Erhält man SMS von unüblichen und ausländischen Rufnummern, ist immer Vorsicht geboten!" Durch das Lesen von Fake-SMS selbst entstehen weder Kosten noch Schäden am Smartphone. "Klickt man allerdings den darin enthaltenen Link an und stimmt der Installation einer App zu, wird es haarig", so der Experte.

Hier kann man Betrugsverdacht melden

Absenderkennungen von SMS und Rufnummern, die missbräuchlich verwendet werden, können unter rufnummernmissbrauch.at bekannt gegeben werden. Damit können wir betrügerische Aktivitäten, die gehäuft auftreten, rasch erkennen und die Bevölkerung informieren.

"Man sollte dann umgehend den Flugmodus einstellen, um zu verhindern, dass die Schadsoftware Daten über das Internet sendet oder empfängt oder selbst zur Fake-SMS-Schleuder wird", so Steinmaurer. Weiters sollte man seinen Mobilfunkanbieter informieren, da nur der Anbieter beispielsweise ungewöhnliche Aktivitäten der Schadsoftware, wie den Versand von Massen-SMS, stoppen kann. "Wir stehen mit den österreichischen Mobilfunkanbietern in engem Kontakt, um diese Betrügereien, die immer wieder in Wellen auftreten, rasch zu identifizieren und einzudämmen."

Die Betreiber setzen laut dem RTR-Experten in vielen Fällen Sicherheitssperren und unterstützen ihre Kundinnen und Kunden beim Entfernen der Schadsoftware. Anschließend erfolgt wieder die Freischaltung. "Seriöse Mobilfunkanbieter würden per Link auf den offiziellen App-Store verweisen und niemals verlangen, dass man eine dubiose App unbekannter Herkunft herunterlädt!", so Steinmaurer.

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