#gemmalehre: Wiens Stadtchef traf auf TikTok-Influencer

Auch Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ, r.) überlegte einst eine Lehre. Daher unterstützt er die Kampagne der Influencer Aylin (M.) und Erik (l.) und des waff.
Auch Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ, r.) überlegte einst eine Lehre. Daher unterstützt er die Kampagne der Influencer Aylin (M.) und Erik (l.) und des waff.PID/Markus Wache
Mit der neuen Kampagne #gemmalehre beantwortet der waff Fragen rund um die Lehre in Wien. Und bemüht auch "Fast-Lehrling" Michael Ludwig.  

Nach Ende der Pflichtschulzeit stellt sich für junge Menschen keine einfache Wahl: Die Schule weitermachen, maturieren und später auf die Uni oder doch eine Lehre? Auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) stellte sich vor einigen Jahrzehnten dieselbe Frage. In seiner Jugend überlegte er eine Lehre als Buchhändler, Zuckerbäcker oder Schalungsbauer. Geworden ist es schließlich ein Studium und eine Karriere in der Politik.

Jetzt stellte er sich dem Lehrlings-Quiz der beiden Influencer Aylin und Erik (aka satans_bratan):

Doch auch in dieser Funktion hat er weiter mit Lehre zu tun. Und unterstützt die neue Influencer-Aktion #gemmalehre des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds waff. Mit der Social Media-Aktion informiert der waff 16-25-jährige Wienerinnen und Wiener über den Weg zur passenden Lehrstelle, über Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung und im Berufsleben sowie über die Möglichkeit, einen Lehrabschluss nachzuholen.

Wien als einziges Bundesland zu wenig Lehrstellen für Jugendliche

Die Lehrstellensituation in Wien unterscheidet sich grundlegend von der in den acht anderen Bundesländern. Dort bieten die Betriebe mehr Lehrstellen an als es lehrstellensuchende Jugendliche gibt. In Wien waren mit September 2021 genau 2.958 Jugendliche und junge Erwachsene auf Lehrstellensuche. Ihnen standen 616 sofort verfügbare Lehrstellen in Wiener Betrieben gegenüber.

Gerade dieses Ungleichgewicht von offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden zeigt laut dem waff, wie notwendig die überbetriebliche Lehrausbildung in Wien sei. Derzeit absolvierten 3.708 Jugendliche eine überbetriebliche Lehre. Insgesamt gibt es 17.299 Lehrlinge in Wien. Die überbetriebliche Lehrausbildung leiste mit einem Anteil von 21,4 Prozent an allen Lehrlingen in Wien einen substanziellen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Bundeshauptstadt. Mit ihrem Lehrlingspaket erhöhe die Stadt Wien zudem bei Betrieben die Anreize zur Lehrausbildung.

Bis zu 3.000€ Lehrlingsausbildungsbonus

Mit dem Wiener Lehrlingspaket sollen mehr junge Menschen eine hochwertige Lehrausbildung bekommen und die Betriebe können ihren Fachkräftebedarf im Aufschwung sichern. Dabei wird für die Aufnahme eines Lehrlings ein Lehrausbildungsbonus von 2.000 bzw. 3.000 Euro ausbezahlt. Betriebe, die erstmals einen Lehrling aufnehmen oder Lehrausbildungsbetriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erhalten das Lehrlingseinkommen für ein Jahr gefördert.

Im Rahmen des bundesweiten Digi-Schecks erhalten Lehrlinge bei Vorliegen von Lerndefiziten oder für Zusatzqualifikationen Zuschüsse zu Kursen. Die Stadt Wien verdoppelt dafür die Fördersumme für drei Kurse auf maximal 3.000 Euro. Lehrlinge sollen so keine finanzielle Hürde haben, um Kurse für den positiven Lehrfortschritt zu absolvieren. Auf www.waff.at/unternehmen bzw. unter 01 21748-212 erhalten Interessierte detaillierte Informationen zu den Rahmenbedingungen für die Förderung von Betrieben, die Lehrlinge einstellen.

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