Neue Kampagne, Beratungen – 7 Mio. für Gewaltprävention

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) und Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne)
Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) und Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne)HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com
Die Regierung erhöht das Budget für Gewaltprävention im nächsten Jahr von vier auf sieben Millionen Euro.

Wie Sozialminister Johannes Rauch und Familienministerin Susanne Raab am Mittwoch nach dem Ministerrat erklärten, wird das Budget für Gewaltprävention im nächsten Jahr von vier auf sieben Millionen Euro erhöht.

Mehr Beratungsstunden für Männer

"Gewalt gegen Frauen geht fast immer von Männern aus. Das dürfen wir niemals hinnehmen", so Rauch. Mit dem Geld werden zahlreiche Projekte erweitert. So wird etwa die Zahl der Beratungsstunden für Männer erhöht und das Männerinfo-Telefon 0800 400 777 um einen Chat erweitert. "Unsere erfolgreiche Gewaltschutz-Kampagne 'Mann spricht’s an' wird gerade weitergeführt", führt der Sozialminister weiter aus.

Im Jahr 2021 wurden in Österreich 29 Frauen ermordet. Und auch dieses Jahr wurden bereits 27 Femizide sowie 24 Fälle von Mordversuch und schwerer Gewalt verzeichnet, heißt es vom Sozialministerium.

Laut einer EU-weiten Erhebung zu Gewalt gegen Frauen ist 1 von 5 Frauen im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen. 1 von 3 Frauen hat in ihrem Leben bereits sexuelle Belästigung erlebt. Rund 90 Prozent der Verurteilten bei Gewaltverbrechen sind laut Statistik Austria in Österreich Männer. Sexualisierte Gewalt geht zu 98 Prozent von männlichen Tätern aus. 2020 waren es noch 11.495 Betretungs- und Annäherungsverbote, 2022 wurden laut BMI im ersten Halbjahr bereits 7.100 solche Verbote von der Polizei verhängt.

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